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Gemeinde Grefrath: Gemeinde Grefrath zeichnet ihre Ehrenamtler aus

Gemeinde Grefrath : Gemeinde Grefrath zeichnet ihre Ehrenamtler aus

Preisträger sind das Ehepaar Schommer, der Verein "Älter werden" und der Malteser Hilfsdienst.

Erstmals zeichnete die Gemeinde Grefrath engagierte Ehrenamtler aus, die der Sozial- und Seniorenausschuss ausgewählt hat. Bürgermeister Manfred Lommetz betonte, dass es in Grefrath sehr viele Menschen gebe, die sich ehrenamtlich einsetzen, und dies nicht selten seit Jahrzehnten. Er erwähnte die Feuerwehr, das Rote Kreuz, die Tafel oder das Jugendtheater. Ehrenamtler seien "leuchtende Vorbilder für die Bürger".

Lommetz selbst war Laudator für Monika und Dieter Schommer. Dieter Schommer ist rund 65 Jahre im Roten Kreuz, war dort Ausbilder, hat Krankenwagen gefahren. Seit 35 Jahren ist er zudem Nikolaus-Darsteller. Er stand mit seiner Frau auf der Bühne des Grefrather Karnevals-Komitees und war Botschafter des Freilichtmuseum Dorenburg in den Niederlanden und bietet Führungen durchs Museum auf Niederländisch an. Im Museum ist er mit seiner Frau überhaupt vielfältig im Einsatz - mal als Bäcker, mal als Gartenarbeiter, oder zusammen mit seiner Frau als diejenigen, die zeigen, wie Bohnen von der Stange geerntet werden. Den Tante-Emma-Laden betreibt das Ehepaar Schommer ebenfalls.

Der Verein "Älter werden in der Gemeinde Grefrath" ist nach Ansicht von Laudator Bernd Bedronka ein Erfolgsmodell. Der Seniorenverein bringe sich ins Gemeindeleben ein. Es handele sich um eine Vereinsarbeit abseits von herkömmlichem Engagement. Es gebe 40 verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Angeboten. Rund 500 Senioren nehmen an den Aktivitäten teil. Bedronka stellte den Vorsitzenden Winfried Hüren heraus, der bis heute der "Motor des Vereins" sei. Der Verein habe in der Gemeinde Grefrath das Leben lebenswerter gemacht, so Bedronka.

Kirsten Peters würdigte die Arbeit des Leiters der Ortsgruppe des Malteser Hilfsdienstes, Lothar Kemski. Der MHD genieße in Grefrath einen ausgezeichneten Ruf. Er bringe sich überall ein, das sei in der heutigen Gesellschaft nicht selbstverständlich. Die Laudatorin erinnerte an den Aufbau des Hilfsdienstes, an Kurse, die Ausbildung zur Schwesternhelferin, an das MHD-Haus an der Mülhausener Straße, an den Einsatz in Polen, an die Behindertenwallfahrten nach Rom und Hospizarbeit. "Sie sind immer bereit alles zu geben und anzupacken. Bleiben sie uns noch lange erhalten", sagte Kirsten Peters.

(mab)