Gemeinde Grefrath bekommt keine Fördermittel für neue Notunterkunft

Grefrath : Keine Förderung für neue Notunterkunft am Reinersbach

Der Grefrather Gemeinderat entscheidet, wie es bei dem Bauprojekt für eine neue Flüchtlingsunterkunft weiter gehen soll.

Bei dem geplanten Neubau für die Flüchtlingsunterkunft Am Reinersbach 9/11 in Grefrath gibt es erneut eine Änderung. Wieder wurde daher jetzt eine Beratung in der jüngsten Sitzung des Grefrather Jugend-, Sozial- und Seniorenausschusses notwendig, der dem Beschlussvorschlag der Verwaltung einstimmig zustimmte. Die Entscheidung fällt endgültig in der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 10. Dezember, 19 Uhr, im Rathaus Oedt.

Schon im vergangenen Jahr mussten die Planungen eines Neubaus überdacht werden, weil die Flüchtlingszahlen zurückgehen und die geplante Förderung nicht mehr greifen konnte.

Deshalb hatte die Verwaltung einen anderen Fördertopf gefunden, der sozialer Wohnungsbau unterstützen sollte. Aber auch aus dieser Förderung wird nun nichts. Eine Unterbringung von Flüchtlingen wäre in dem Haus auch gar nicht möglich gewesen, weil Flüchtlinge für die Dauer ihres Verfahrens keinen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben, den man benötigt, um so eine Wohnung zu erhalten. Außerdem wären die Wohnungen zu teuer für die Förderung durch das Jobcenter. Da Politik und Verwaltung aber am Standort zur Unterbringung von Flüchtlingen festhalten wollen, soll nun ein „Einfachbau“ für diesen Zweck entstehen. Die Förderung wird zurückgegeben. Die Ausschreibung für den Abriss des Blocks Am Reinersbach 9/11 ist laut Gemeinde fertig und kann nach dem Beschluss veröffentlicht werden. Dann sollen die Planungen für ein Gebäude in Modul- bzw. beziehungsweise Fertigbauweise beginnen.

Die vorhandenen Gebäude Am Reinersbach sind extrem sanierungsbedürftig. Bereits im November 2016 wurde ein Beschluss gefasst, den Block Hausnummer 9 und 11 abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen.