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Gebrauchtwarenkaufhaus Kaufbar in Kempen öffnet nach Corona-Pause wieder

Wo Second-Hand-Fans Schnäppchen machen : „Kaufbar“ in Kempen öffnet wieder

Fast anderthalb Jahre lang war das Gebrauchtwarenkaufhaus „Kaufbar“ in Kempen corona-bedingt geschlossen. Am Mittwoch wird die Wiedereröffnung nun mit Moses Pankarz, halben Preisen und Plüschtieren gefeiert.

Viele Bürger vermissten in den vergangenen anderthalb Jahren die „Kaufbar“. Und so manch einer fürchtete gar, das soziale Gebrauchtwarenkaufhaus würde seine Türen in Kempen für immer geschlossen halten, weil sowohl die „Kaufbar“ an der Heimbachstraße in Viersen als auch die an der Krefelder Straße in der Kreisstadt, die gleichzeitig Zentrale und Lager beherbergt, schon seit längerem wieder am Start waren.

Doch das ist nicht der Fall – die „Kaufbar“ öffnet in Kempen am Mittwoch, 27. Oktober, um 14 Uhr wieder ihre Pforten. Nach rund anderthalb Jahren der corona-bedingten Schließung kann dort nun wieder eingekauft werden. „Wir freuen uns darauf, endlich wieder Kunden zu einem Einkaufsbummel begrüßen zu dürfen“, sagt Geschäftsführer Hans-Josef Kampe.

 An St. Marien 16 lautet die Adresse des Kempener Ladenlokals.
An St. Marien 16 lautet die Adresse des Kempener Ladenlokals. Foto: Norbert Prümen

Das Gebrauchtwarenkaufhaus, das es an dieser Adresse seit 2016 in Kempen gibt, bietet für jedermann gut erhaltene Waren zu fairen Preisen. „Wir bieten Erstklassiges aus zweiter Hand“, sagt Kampe. Es gibt Möbel, Spielzeug, Markenkleidung, Haushaltsartikel, Bücher und vieles mehr. „Unser Motto lautet: nichts suchen, alles finden“, sagt Kampe lächelnd. Bei einem Bummel durch die übersichtlich und freundlich gestalteten Räume kann der Besucher so manches Second-Hand-Schnäppchen machen.

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Zur Wiedereröffnung am 27. Oktober gibt es gleich mehrere Highlights: Alle Waren werden an diesem Tag zum halben Preis verkauft, Kinder können sich zudem auf ein kostenfreies Plüschtier freuen. Zudem ist ein prominenter Gast da: Jürgen „Moses“ Pankarz. Der Kempener Grafiker und Illustrator hat seinen Kempener Adventskalender 2021 im Gepäck sowie sein neues Buch „Jung-Siegfried“ mit Geschichten um Riesen und Ungeheuer, Ritterkämpfe und rauschende Feste. Er verkauft und signiert sowohl Adventskalender als auch Buch. Dazu gibt es Musik von einem Leierkastenmann. Auch am Freitag, 29. Oktober, lohnt sich ein Besuch: Auch an diesem Tag werden alle Waren mit zum halben Preis angeboten.

Die „Kaufbar“ ist dabei kein normales Gebrauchtwarengeschaft, sondern ein Sozialprojekt, in dem langzeitarbeitslose Menschen wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden sollen. Derzeit sind in der „Kaufbar“ rund 50 Mitarbeiter im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung oder kommunaler Eingliederungsleistungen für Langzeitarbeitslose beschäftigt. Ein mehrköpfiges Team betreut die Mitarbeiter, die so eine Qualifizierung für den Arbeitsmarkt erhalten.

Das Prinzip der „Kaufbar“ ist einfach: Bürger können Möbel, Bekleidung, Haushaltswaren, Spielzeug, Elektroartikel, Bücher und Dekorationsartikel dort abgeben. Diese werden dann von den Mitarbeitern bei Bedarf aufbereitet und in der „Kaufbar“ präsentiert. Die Aufarbeitung findet in Viersen an der Krefelder Straße in den Räumen der ehemaligen Papierfabrik statt. Das Weiterverwenden statt Entsorgen bringt nicht nur Menschen wieder in Arbeit. Es ist zudem nachhaltig und schont Ressourcen. Zu kleinen Preisen kann jeder Bürger in der Kaufbar an St. Marien 16 in Kempen einkaufen. Der Erlös aus dem Verkauf wird wieder in die Qualifizierung der Mitarbeiter reinvestiert.

Die „Kaufbar“ bietet auch einen speziellen Service an, falls ein Kunde im Gebrauchtwarenkaufhaus beispielsweise ein Möbelstück entdeckt hat: Bei größeren Dingen wie Möbeln bieten die Mitarbeiter die Lieferung und den Aufbau der Möbel vor Ort an. Auch wer Möbel abgeben will und sie nicht selber bringen kann, hat die Möglichkeit, auf diesen Service zurückzugreifen, dann werden die Möbel daheim abgebaut und abtransportiert. Zum Angebot der „Kaufbar“ gehört übrigens auch die Durchführung von Haushaltsauflösungen. Bei diesen werden allerdings die Selbst- und Entsorgungskosten berechnet.