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Stadt Kempen: Gasgrill: Das sollte man beachten

Stadt Kempen : Gasgrill: Das sollte man beachten

In der neuen Saison sind Gasgrills auf dem Vormarsch. Flaschen sollten allerdings mit Bedacht behandelt werden, sonst kann die Party böse enden. Die Feuerwehr gibt Tipps zum sicheren Umgang.

Es riecht nicht wie Kohle, die Temperatur kann genau geregelt werden und die Art des Garens ist auch gesünder. Gasgrills erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch der Umgang mit den für den Grillspaß nötigen Gasflaschen läuft nicht immer so ab, wie es wünschenswert wäre. "Wenn man einige Dinge bedenkt, dann muss sich auch niemand sorgen, dass mit einer Gasflasche etwas passieren könnte", sagt Hauptbrandmeister Johannes Dicks, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Kempen.

Das fängt schon beim Einkauf an. Man sollte darauf achten, dass das Sicherheitsventil unbeschädigt ist und auch ansonsten keine sichtbaren Schäden an der Flasche vorliegen. Ganz wichtig: Die Schutzkappe gehört immer auf die Gasflasche und das gilt nicht nur für den Transport, sondern generell. Ist die Flasche nicht im Einsatz, trägt sie ihre Schutzkappe. Eine Gasflasche kann sowohl stehend als auch liegend im Auto transportiert werden. Wichtig ist nur, dass sie sicher steht und während der Fahrt nicht umkippen oder hin- und herschleudern kann.

Über die Lagerung machen sich viele Grillfreunde keine Gedanken, dabei sollten Gasflaschen noch lange nicht überall aufbewahrt werden. Das gute Stück gehört auf keinen Fall in den Keller. "Gas ist schwerer als Luft und sinkt ab. Aus einem Keller kriegt man Gas daher nicht raus, sollte es aus einer defekten Flasche austreten", erläutert Dicks. Daher gilt: Gasflaschen gehören in gut belüftete Räume oberhalb der Erde. Wird eine Terrasse als Aufbewahrungsort gewählt, so sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Auch viel genutzte Flure und Durchgänge sind als Aufbewahrungsort zu vermeiden. Viel zu oft könnten Kollisionen mit der Flasche erfolgen.

Tritt Gasgeruch auf, ist Vorsicht geboten. "Erst letztlich erhielten wir einen Anruf, dass aus einer Flasche Gas austreten würde", berichtet Dicks. Passiert ein solcher Fall, ist die Feuerwehr der richtige Ansprechpartner. Es besteht aber auch die Möglichkeit, selbst tätig zu werden, wenn man frei wohnt. Die Flasche kann dazu auf unbebauter Fläche abgestellt und abgelassen werden. Wichtig ist hier, dass sich keine Kanalschächte in der Nähe befinden, denn in diesen könnte sich das Gas ansonsten sammeln. Eine in einen Gullydeckel geworfene Zigarette würde dann ausreichen, um eine Explosion auszulösen.

Eine defekte Flasche sollte nicht mehr in einem Fahrzeug transportiert werden. Es könnte zu einer Gasansammlung kommen, die zum Beispiel bei einem Unfall eine Katastrophe auslösen kann. Eine defekte Flasche ist nicht nur am Zischgeräusch des ausströmenden Gases erkennbar, sondern auch am Geruch.

Dem ansonsten geruchlosen Gas ist genau, wie auch dem Erdgas, eine geruchsintensive Chemikalie beigemischt. Es versteht sich von selber, dass niemals mit einem Streichholz oder Feuerzeug an der Gasflasche überprüft werden sollte, ob Gas ausströmt. "Wenn man diese Kleinigkeiten beachtet, steht dem Grillvergnügen mit Gas nichts im Wege", betont Dicks.

(tref)