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Gäste-Zahl im Kreis Viersen wegen Corona weiter gesunken

Tourismus im Kreis Viersen : Gäste-Zahl im Kreis Viersen wegen Corona weiter gesunken

Die Corona-Krise trifft die Tourismus-Branche in der Region hart. Wie die Niederrhein Tourismus GmbH mitteilte, wurden von Januar bis März 2021 im Kreis Viersen insgesamt nur 8500 Gäste gezählt, das waren 72,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Von den 8500 Gästen kamen 575 aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr zählte die Niederrhein Tourismus insgesamt 90.630 Gäste, das waren 49,8 Prozent weniger als 2019.

Im gesamten Bereich der Niederrhein Tourismus, die neben dem Kreis Viersen auch die Kreise Wesel, Heinsberg und Kleve betreut, wurden im ersten Quartal 2021 nur 41.055 Gäste gezählt, das waren fast 75 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nur rund 4100 Gäste kamen dabei aus dem Ausland (minus 84,4 Prozent). In ganz NRW liegt das Minus bei den Gästezahlen mit über 80 Prozent noch höher. Die Zahlen erhebt das Landesamt für Statistik, IT NRW, für Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten sowie für touristische Campingplätze mit mindestens zehn Stellplätzen.

Die Zahlen machen deutlich, wie schwer die Corona-Pandemie die Tourismus-Branche trifft. Das Umsatzminus der Branche in der Region beziffert Niederrhein-Tourismus-Geschäftsführerin Martina Baumgärtner für 2020 mit rund 660 Millionen Euro. Doch sie sei optimistisch, dass mit den Lockerungen auch die Nachfrage nach Freizeit, Gastronomie und Beherbergung steigen werde: „Die Menschen sehnen sich nach Urlaub, nach Ausflügen, nach Erlebnissen in ihrer freien Zeit“, sagt Baumgärtner. Dabei dürfte Urlaub in der Natur besonders gefragt sein – womit der Niederrhein mit seinen Schwerpunkten Radfahren und Wandern punktet. Diese Erwartungshaltung lasse sich mit Zahlen belegen, teilte die Niederrhein Tourismus mit: Das große Interesse der Gäste zeige sich an den Besucherzahlen auf den Internetkanälen der Niederrhein Tourismus, die auch mit dem Blog des „Niederrhein Fräuleins“ erfolgreich ist. Sehr gefragt seien auch die Wander- und Radtouren am Niederrhein. Baumgärtner hofft auf weiter zurückgehende Infektionszahlen und entsprechende Lockerungen für die Tourismus-Branche: „Die Betriebe sind gut vorbereitet, was Hygienekonzepte und deren Umsetzung anbelangt. Die Menschen sollen endlich wieder eine Auszeit vom Alltag nehmen dürfen und die Faszination des Niederrheins entdecken können.“