1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Stadt Kempen: Frost sorgt für Schäden auf den Straßen

Stadt Kempen : Frost sorgt für Schäden auf den Straßen

Die Schäden durch das anhaltende Winterwetter halten sich in Kempen in Grenzen. Die bisherige Bilanz des städtischen Tiefbauamtes: An 60 Stellen haben sich Gehwegplatten gehoben, knapp 90 Schlaglöcher gab es auf den Fahrbahnen.

Sie gehören zum Winter dazu und treten jedes Jahr aufs Neue auf. Die Rede ist von den so genannten Frostschäden. "In diesem Winter sind wir gut weggekommen. Es gibt nicht so viele Schäden wie in den Vorjahren, was sicherlich auch daran liegt, dass wir in der Vergangenheit viel an unseren Straßen gemacht haben", berichtet Torsten Schröder, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Kempen. Die regelmäßigen Kontrollen durch den städtischen Straßenbegeher sowie die Hinweise von den Bürgern ergaben etwa 60 Gehwegschäden und rund 90 Schlaglöcher auf Fahrbahnen.

Wobei die Gehwegschäden in der Regel von selbst wieder verschwinden. Hier spricht das Tiefbauamt von so genannten Frostaufwerfungen, bei denen Gehwegplatten schief stehen und die sich, nachdem der Frost aus dem Boden verschwunden ist, wieder ganz normal setzen. "Wer das verbotene Salz streut, trägt zu dem Prozess vermehrt bei. Das Salz taut den Plattenrand an. Bis zur Mitte der Platte kommt es aber nicht. Der Rand wird weich und fängt an zu kippen. Dieses Tauwasser in den Fugen friert dann wieder und die Platte wird hochgedrückt", erklärt Schröder. Etwa 60 Warnschilder, teilweise mit Warnbaken, musste das Tiefbauamt auf Gehwegen im Stadtgebiet aufstellen. Die Schäden, die nicht automatisch zurückgehen, werden nach der Frostperiode behoben.

  • Im Kreis Viersen wurden am Dienstag
    Neue Corona-Infektionen : Der Inzidenzwert steigt im Kreis Viersen auf 37,5
  • Heinz-Wilhelm Tölkes baut Faserhanf an. Dieser
    Felder in Kempen und Willich : Hanf-Plantagen auf dem Vormarsch
  • Michael Dammer, Jara Weyers, Geschäftsführer Franz-Josef
    Arbeitsmarkt im Kreis Viersen : Jobcenter zeichnet Betriebe aus

Auf den Straßen dagegen erfolgt je nach Dringlichkeit eine sofortige Instandsetzung, wenn ein Schlagloch auf einer Fahrbahn entdeckt wurde. Diese Reparaturen werden mit Kaltasphalt vorgenommen. Dabei handelt es sich um ein Bitumen-Split-Gemisch, das in kaltem Zustand verarbeitet wird. "Es wird in das Loch gegeben, festgedrückt und danach kommt Sand drüber. Als Sofortmaßnahme ist es gut geeignet. Am Ende der Frostperiode, das heißt in der Regel ab März, erfolgt dann die eigentliche Schadensbehebung", erklärt Tiefbauamtsleiter Schröder.

Dabei gibt es zwei mögliche Verfahren. Das eine ist der Einsatz von Heizmischgut, ein Asphalt, der mit 170 Grad eingebracht wird und ab rund fünf Grad einsetzbar ist. Nachteil dieser Methode: Die reparierte Stelle kann etwa einen halben Tag lang nicht befahren werden. Auch ist diese Methode vergleichsweise teurer als das so genannte Patchworkverfahren. Sein Nachteil ist die Haltbarkeit: Die Reparatur hält mit fünf bis sieben Jahren nicht ganz so lange wie die Sanierung mit Asphalt.

Beim Patchworkverfahren wird eine Emulsion aus Bitumen und Split mit Druck ins Schlagloch eingefüllt, dem ein Abstreumaterial folgt. Allerdings kann damit erst ab acht Grad gearbeitet werden. Vorteil: Das reparierte Fahrbahnstück ist schneller wieder befahrbar. "Welches Verfahren wir anwenden, ist immer eine Einzelfallentscheidung", sagt Schröder.

Kleine Schäden behebt der städtische Bauhof selbst. Für größere Schäden ist das jeweilige Vertragsunternehmen zuständig. Für diesen "Hausmeistervertrag", wie er beim Tiefbauamt genannt wird, schreibt die Stadt jedes Jahr bestimmte Arten von Reparaturen öffentlich aus. Mit für ein Jahr festgelegten Preisen bewerben sich verschiedene Tiefbaufirmen. Für ein Jahr erfolgt der Zuschlag. So kann innerhalb eines Jahres immer schnell auf die Vertragsfirma zurückgegriffen werden und die Arbeiten können entsprechend zügig erfolgen.

FRAGE DES TAGES

(tref)