Friedhofsentwicklungsplan Grefrath

Entwicklungsplan : Zukunftspläne für den Grefrather Friedhof

In Grefrath befasst sich ein Arbeitskreis mit der Zukunft des Grefrather Friedhofs. Im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss stellte Bauamtsleiter Norbert Enger jetzt nun einige Überlegungen für einen Friedhofsentwicklungsplan vor.

Weil die Nachfrage nach Erdbestattungen und damit nach Sarggräbern zurückgeht, hat die Gemeinde bereits den östlichen Friedhofsteil gesperrt. Seit dem vergangenen Jahr werden dort keine Gräber mehr neu vergeben. In diesem Abschnitt werden nun auch Hecken entfernt und auf freien Feldern Rasen eingesät, um die Pflege zu vereinfachen und so die Kosten zu reduzieren.

Geplant ist  nun die Schaffung einer Möglichkeit zur Baumbestattung auf dem Grefrather Friedhof. Ein großer Baumbestand sei dafür schon vorhanden, so Enger. Nun befasst sich der Arbeitskreis damit, welche Form der Erinnerung an Verstorbene, zum Beispiel Steine und Plaketten, dort möglich sein könnten.

Die Nachfrage nach Urnenbestattungen wächst. Daher sei es möglich, das Urnengemeinschaftsfeld zu erweitern. Man führe zurzeit Gespräche, ob die Gemeinde dies übernimmt oder der Unternehmer, der dies bereits auf einem Stück anbietet, weiterhin übernimmt. Die bestehende Urnengemeinschaftsanlage wird von der Firma Camps angeboten.

Da die Lücken auch im verbliebenen Teil des Friedhofs in Zukunft wohl größer werden, gibt es nun Überlegungen, in Bereichen, wo mehrere Gräber frei sind, kleinere Urnengrabfelder anzulegen. Auf diesen könnten dann zehn oder zwölf Urnenwahlgräber entstehen.

Auch die Anlage von pflegearmen Gräbern wird zurzeit durchdacht. Bei diesen Grabarten, die in Kempen zum Beispiel bereits angeboten werden, wird auf dem Großteil der Fläche Rasen gesät. Es bleibt nur ein schmaler Streifen zum individuellen Gestalten. Die Nachfrage nach pflegeleichten oder pflegefreien Angeboten sei groß, so Norbert Enger. Daher wird dies nun im Arbeitskreis noch diskutiert. Pflegefreie Gräber, die komplett mit Rasen bewachsen sind, gibt es schon. Hier habe man aber das Problem, dass immer wieder Angehörige Grablichter und Blumen auf den Rasen stellen, was die Pflege dort erschwert. Daher diskutiere man nun den Vorschlag einer zentralen Stelle zum Aufstellen von Blumen und Lichtern.

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