1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Kreis Viersen: Freilichtmuseum in Grefrath bleibt im Winter weiterhin offen

Kreis Viersen : Freilichtmuseum in Grefrath bleibt im Winter weiterhin offen

Der Kreisausschuss fordert mehr Marketing und Zusatzprogramme. Einen "Runden Tisch" mit dem Handwerk wird es nicht geben.

Das Niederrheinische Museum Dorenburg in Grefrath bleibt auch in den beiden nächsten Jahren über den Winter für Besucher geöffnet. Nach dem Kulturausschuss hat sich auch der Kreisausschuss für die Verlängerung des seit 2013 laufenden Versuchs ausgesprochen. Bedenken äußerte jetzt nur die FDP. Ihre Fraktionsvorsitzende Irene Wistuba wies darauf hin, dass im ersten Jahr des Versuchs zwar rund 44o0 Besucher in den drei Wintermonaten das Museum besuchten, im vergangenen Winter seien aber nur noch knapp 2800 Besucher registriert worden. Von März bis November verzeichnet man in der Dorenburg dagegen durchschnittlich um die 81.000 Gäste. In den anderen Fraktionen will man den Versuch jedoch verlängern. Es müsse sich schlicht herumsprechen, dass das Freilichtmuseum auch im Winter geöffnet sei, meinte Michael Aach (CDU). Hans Kettler und Hans-Joachim Kremser (beide SPD) erwarten, dass das Museum mit zusätzlichen Marketingaktivitäten selbst für Zuspruch sorgt. Im Übrigen seien die Mitarbeiter sowieso da, ob nun geöffnet sei oder nicht.

  • Kreis Wesel : Salzbergbau: Der Termin für den Runden Tisch steht
  • Im ersten Bauabschnitt des Neubaugebietes Kempen-West
    Neubaugebiet Kempen-West : Der Schmeddersweg wird zur Sackgasse
  • Rüdiger Stratmann, der Jugendleiters des VfR
    Juniorenfussball : VfR-Ärger: Impf-Schlupfloch sorgt für Spielabsage

Kämmerer Thomas Heil hat zum 1. Oktober eine Rechnung für seine Leistungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen an die Bezirksregierung geschickt. Bekanntlich wurden etwa 300 Menschen in der Turnhalle des Berufskollegs in Kempen untergebracht. Der Kreis geht finanziell in Vorleistung.

Ablehnen wird der Kreistag dagegen in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag den Antrag der FDP, einen "runden Tisch zur Zukunft des Handwerks" einzurichten. Die Kreishandwerkerschaft freue sich zwar über die Aufmerksamkeit durch die Politik, berichtete Landrat Dr. Andreas Coenen. Aber sie betrachte sich heute schon als gut vernetzt mit Behörden und Institutionen wie Agentur für Arbeit, Jobcenter und Berufskollegs. Michael Aach ist zuversichtlich, dass sowohl der Masterplan mit einigen Kapiteln als auch die InvestRegion Viersen als Wirtschaftsförderung in diesem Zusammenhang weiterhelfen, ohne dass zusätzlich ein "runder Tisch" eingerichtet werden müsse. Gegen den Willen der FDP beschloss der Kreisausschuss die Rückzahlung von Kindergarten-Beiträgen an Eltern, deren Einrichtungen bestreikt worden waren. Die FDP argumentiert, es handele sich um eine freiwillige Leistung. Sie sehe auch nicht ein, dass die anderen Jugendamtsgemeinden - der Fall trifft nur auf Tönisvorst zu - zur Kasse gebeten werden. Das ist aus Sicht der übrigen Fraktionen zu eng gedacht. Sie folgen zwar nicht dem ursprünglichen Antrag der Linken auf vollständige Erstattung - das hätte eine Satzungsänderung verlangt -, aber es sei ein Kompromiss erarbeitet worden. Thomas Paschmanns (CDU), Vorsitzender des zuständigen Fachausschusses, gab zu bedenken, dass der Kreis eine recht "zerklüftete Jugendamtslandschaft" habe. Städte mit eigener Zuständigkeit hätten da weit mehr erstattet, außerdem seien die dem Kreisjugendamt angeschlossenen Gemeinden auch auf anderen Gebieten stets solidarisch. Er spielte damit auf die Beschlüsse zum Rollenden Jugendtreff "Big Bass" der Gemeinden Schwalmtal und Niederkrüchten an. Ursprünglich sollte er nur noch bis Ende 2016 ohne zusätzlichen personellen Aufwand als Projekt weiterlaufen. Der Jugendhilfeausschuss beschloss aber, den Träger sowie das Kreisjugendamt zu bitten, eine Konzeption zur Fortsetzung über 2016 hinaus zu erarbeiten.

Eine stärkere Einbindung der Politik forderte CDU-Fraktionschef Michael Aach bei der Überarbeitung der Landschaftspläne, die bekanntlich auf nur noch drei zusammengefasst werden sollen. Die Kreisverwaltung solle Transparenz und Öffentlichkeit im gesamten Prozess garantieren und die relevanten Gruppen einbeziehen. Ein erster Schritt ist die Bildung einer Arbeitsgruppe parallel zum Fachausschuss, warf dessen Vorsitzender Hans-Joachim Kremser ein.

(RP)