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Fraktion ÖDP/Linke will mehr Menschen mit Migrationshintergrund bei der Stadt Kempen

Stellenplanung bei der Stadt Kempen : Wie die ÖDP/Linke die Personalnot bekämpfen will

Die Fraktion wirbt dafür, mehr Menschen mit Migrationshintergrund bei der Stadt einzustellen. Rund 20 Prozent der Kempener haben Migrationshintergrund, das solle sich auch in der Verwaltung widerspiegeln.

Mit Blick auf den Fachkräftemangel und die Personalnot bei der Stadt Kempen wirbt die Fraktion ÖDP/Linke im Rat der Stadt Kempen dafür, den Anteil von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung zu erhöhen. Die Fraktion beantragt für die nächste Personalausschuss-Sitzung, dass der Rat die Verwaltung beauftragen möge, unter Einbeziehung des Personalrats und der Gleichstellungsbeauftragten bis Anfang 2022 ein Konzept oder ein Verfahren zu erarbeiten, um den Anteil von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund bei der Stadt zu steigern und den Personalbedarf zu decken. Dafür solle eventuell auch externe Hilfe in Anspruch genommen werden, teilte der Fraktionsvorsitzende Jeyaratnam Caniceus mit.

Der Antrag zielt darauf ab, nicht nur Personal mit Migrationshintergrund zu gewinnen, sondern auch verstärkt Auszubildende mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Dazu könne die Stadt beispielsweise in Stellenausschreibungen auf die interkulturelle Kompetenz und Mehrsprachigkeit hinweisen, Zugangshemmnisse abbauen, indem Schulungen für Bewerber mit Migrationshintergrund angeboten werden, ebenso interkulturelle Schulungen für Mitarbeiter der Verwaltung angeboten werden und an den Kempener Schulen vorzeitig und in Veranstaltungen für die Arbeit bei der Stadt geworben wird. „Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung sollte als eine Selbstverständlichkeit und Querschnittsaufgabe zu verstehen sein“, begründet Caniceus den Antrag. Angesichts des Personalmangels müsse sich die Verwaltung mehr für Menschen mit Migrationshintergrund öffnen. Caniceus verweist auf das Vorgehen anderer Städte; so werbe etwa Wuppertal erfolgreich seit Jahrzehnten Menschen mit Migrationshintergrund an. Rund 20 Prozent der Kempener hätten einen Migrationshintergrund – das sollte sich auch in der Verwaltung widerspiegeln.

(biro)