Fleißige Helfer räumen in Oedt auf

Glanzputz für Oedt : In Oedt waren die Müllsammler unterwegs

Veranstalter der Aktion waren einmal mehr die „Perspektiven“.

  Gerade fahren Ulrich Goll und Helmut Burstedde mit dem Auto und dem kleinen Anhänger auf den Platz „Zur Niers-Aue“, wo früher einmal die Kirmes war. Sie hatten unterwegs acht große Müllsäcke voll mit allerlei Unrat aufgesammelt, von Palettenteilen bis Bauschutt, von Kabelleisten bis zu Autofelgen. Die Gemeinschaft „Perspektiven für Oedt“ war gerade bei  ihrer Aktion „Oedt räumt auf“.

    „Der Müll ist schon etwas weniger geworden als in den Vorjahren“, fasste es beim anschließenden Treff der etwa 25 Helfer und Helferinnen Perspektiven-Sprecher Michael Schmidt zusammen. Der 77-Jährige ist von Anfang dabei und  hatte sich vor allem mit einer kleinen Kolonne den großen Platz, wo die Schutzhütte ist und auf dem das ganze Jahr über Wohnmobile stehen, vorgenommen. Aufgrund der Stürme hatte dort die Gemeinde zuletzt einige umgestürzte Bäume entfernt. „Dennoch lag hier noch allerlei Geäst rum“, sagte Schmidt,

    Die „Perspektiven“, die es in Oedt seit zehn Jahren gibt, wollen mit kleineren wie größeren Aktionen ihren Ortsteil attraktiver, lebens- und liebenswerter machen. Sie hatten mit ihrem Frühjahrsputz am Gänsebrunnen begonnen- Dort säuberten zunächst einmal Klaus Wichmann und Monika Dether die Info-Tafeln.

   Es war ein kleiner Kreis der Helfer und Helferinnen. Dazu gehören einige jüngere und ältere Damen, die nicht den „Perspektiven für Oedt“ angehören. So die Oedterin Theresia Huber. Die 64-Jährige, die seit dem vergangenen Sommer  Pensionärin ist, bringt sich bereits in vielfältiger Art und Weise ehrenamtlich ein, unterstützt neben dem Deutschen Lepra- und Tuberkulosen-Hilfswerk die Sprachförderung für Flüchtlinge im Oedter Quartiersbüro oder hatte mit dafür gesorgt, dass sich Viersen  seit 2006 eine „Fair-Trade-Stadt“ nennen darf.

   Zum zweiten Mal machte Eva Berger (25) mit ihrer Schwester Laura (23) mit. Die beiden, die als Physio- beziehungsweise Ergo-Therapeutinnen in zwei Krefelder Kliniken arbeiten, sind sehr umweltbewusst, sammelten diesmal jede Menge kleine und große Flaschen und weitere Überreste meist noch vom Oedter Karnevalszug ein.

    Etwa zwei Kubikmeter Müll dürften zusammen gekommen  sein. Der Unrat wird am Montag im Betriebshof der Gemeinde entsprechend sortiert. Zur Stärkung der Kolonne brachte Vizebürgermeister Roland Angenvoort einige Frikadellen vorbei.

    Die Perspektiven machen mit ihrer Arbeit weiter, übernehmen zum Beispiel Patenschaften für die Automobilisten, informieren sie über das Leben in der Gemeinde. Gemeinsam mit dem Oedter Seniorenzentrum soll am Sonntag, 16. Juni, ab 11Uhr,  mit Unterstützung zahlreicher anderer Gemeinschaften ein Kinderfest veranstaltet werden. Und da es die Perspektiven seit zehn Jahren gibt, ebenso wie die Künstlergruppe der „Bunten Gans“, wollen beide Gruppen wahrscheinlich Ende September ein kleines Jubiläumsfest auf dem Gelände der evangelischen Kirche feiern.  

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