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Tag der offenen Tür: Feuerwehrwagen gehen immer

Tag der offenen Tür : Feuerwehrwagen gehen immer

Beim Oedter Löschzug war Tag der offenen Tür angesagt. Gleichzeitig starteten viele Sportbegeisterte vor dem Gerätehaus beim Niederrheinischen Radwandertag.

Der Tag der offenen Tür des Löschzugs Oedt und der Niederrheinische Radwandertag haben Tradition. Und doch war es jetzt eine Premiere, die am Gerätehaus stattfand. Erstmalig war die vom Verein „Älter werden in der Gemeinde Grefrath“ betreute Radwanderstation dort zu finden und damit in den Tag der offenen Tür der Feuerwehr integriert. Die Fahrradfahrer starteten bei der Feuerwehr oder holten sich dort ihren Streckenstempel ab und erlebten dabei ein wenig Feuerwehrleben.

Die Jugendfeuerwehr zeigte den gekonnten Umgang mit den typischen Materialien und löschte einen in einer länglichen Feuerschale simulierten Brand. Für den Löschzug Grefrath, der zu Besuch kam, ging es hingegen höher hinaus. Er musste nicht nur auf dem Dach des Gerätehaues einen imaginären Brand löschen, sondern von dort aus auch eine verletzte Person retten. Dafür hatten die Feuerwehrleute eigens den TM 27 mitgebracht, das Teleskopmastfahrzeug der Feuerwehr. „Wir haben in Grefrath anstelle eines Drehleiterfahrzeuges den TM 27. Statt einer ausfahrbaren Leiter hat das Fahrzeug einen Hubarm mit Bühne. Alles funktioniert aber ansonsten gleich“, erklärte Unterbrandmeister Edmund Laschet, Pressesprecher der Feuerwehr Grefrath. Wobei das TM 27 in dieser Form, wie es die Grefrather Wehr besitzt, nur einmal gebaut wurde. Gefahren von einem Feuerwehrmann ist es sogar für die Gemeindewerke und den Bauhof im Einsatz, wenn zum Beispiel Bäume geschnitten werden müssen.

Aber nicht nur die Übungen sorgten für reichlich Unterhaltung. Der Löschzug Oedt hatte seinen Fuhrpark nach draußen gestellt, und die Besucher, ob klein oder groß, erhielten die Gelegenheit, Feuerwehrarbeit kennenzulernen. Viele waren dabei über die Fahrzeuge und ihre modernste Ausrüstung mehr als nur erstaunt. „Unser HLF 20 ist eine eierlegende Wollmilchsau“, beschrieb Laschet das Fahrzeug, das sowohl für die technische Hilfe sowie Unwetter- und Löscheinsätze ausgelegt ist.

Direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus war zudem ein kleines Paradies für Kinder entstanden. Günter Baumert hatte Opa Baumerts Karussell mitgebracht, in einem großen Pool konnte mit dem bunten Hai geplantscht werden, eine kleinere Variante lud die jüngsten Besucher ein. Basteln war ebenso angesagt. Die Hüpfburg mit Rutsche in obligatorischer Feuerwehrform fehlte ebenfalls nicht.

Während die Niersmatrosen und der Musikverein Oedt für den guten sorgten, riss die Schlange bei der Erbsensuppe und Gegrilltem nicht ab. Das galt auch für den Stand des Radwandertag. Bis zum Mittag waren bereits über 400 Radler gestartet, und nicht minder wenige hatten sich ihren Zwischenstoppstempel abgeholt. Jede Menge Besuch also bei bester Stimmung. „Die Zusammenlegung mit dem Radwandertag ist mehr als nur gelungen“, freute sich anschließend  der Oedter Löschzugführer Albert Mertens.