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Stadt Kempen: Faszination Technik

Stadt Kempen : Faszination Technik

Zu seinem sechsten Technik-Tag hatte das Luise-von-Duesberg-Gymnasium eingeladen. 40 Firmen und mehrere Hochschulen waren mit von der Partie und informierten über verschiedene Berufsfelder.

Fasziniert betrachten Pauline (11), Anna-Lena und Daniel (beide 12) die verschiedenen Produkte, die am Stand von Momentive Specialty Chemicals in der Turnhalle des Kempener Luise-von-Duesberg-Gymnasiums (LvD) zu sehen sind. Doch was haben ein Motorradhelm, eine Autoinnenverkleidung, ein Fahrradlenker, ein Fassadenelement und ein Kiesfilter gemeinsam? Dr. Peter Mühlenbrock, Entwicklungsleiter des Unternehmens, gibt die Auflösung. "Bei all diesen Produkten spielt Epoxydharz eine Rolle", erklärt er und greift zu zwei Schraubgläsern, in denen Harz und Härter sind. Was es mit diesen Dingen auf sich hat und welche Berufe in der Branche benötigt werden, verpackt der Fachmann in einen informativen Bericht, dem die drei Schüler des LvD aufmerksam lauschen.

Nicht nur zuhören, sondern selber aktiv werden ist am Stand der Bundeswehr angesagt. Unter der Anleitung von Elektroniker-Auszubildendem Kai Klindzan darf Daniel an einem späteren Frequenzgeber löten. Zum nunmehr sechsten Technik-Tag hatte das LvD am Freitag ingeladen. 40 Firmen und Hochschulen besuchten dazu das Gymnasium und informierten vor Ort über das breite Berufsfeld in diesem Bereich. Dazu gab es Wortshops, Vorträge und Experimente. Zudem informierten ehemalige Schüler über ihre Erfahrungen in technischen Berufen.

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"Wir möchten mit diesem Tag die Schüler für Technik begeistern und ihnen konkret die Folgen und Möglichkeiten des mathematisch-naturwissenschaftlichen Lernens in der Schule vor Augen führen", bemerkt Schulleiter Benedikt Waerder. Lachen ist indes vom Stand des TÜV Rheinland zu hören. Die Mitarbeiter haben eine Wärmebildkamera mitgebracht und mit der erscheinen Schüler, aufgeteilt in Wärmezonen, auf der Leinwand, die die Eingaben der Kamera wiedergibt. Eine dicke Schülertraube hat sich um den Stand der Aerochemica Dr. Deppe gebildet. Laborant Michael Gross stellt Duschgel her und das interessiert viele, zudem die Schüler bei Farbe und Düften mitmischen und das Ergebnis sogar mitnehmen dürfen. "Wir freuen uns über das große Interesse. Können wir den ein oder anderen doch so für Berufe oder ein Studium in der Chemie begeistern", meint Gross, während er fleißig mit Reagenzgläsern, Erlen-Meier-Kolben und dergleichen hantiert.

Die Ingeneuer-Kammer hat sich ebenfalls etwas ganz Besonderes für den Technik-Tag einfallen. Sie hat einen künstlichen Fluss und 21 Holzelemente sowie ein kleines Brückenmodell mitgebracht. "Das ist eine so genannte Leonardo-Brücke, die ihr hier nachbauen könnt", informiert Franziska Breuer. Was sich als recht schwer entpuppte.

(tref)