Familienfest zum Weltkindertag in St. Hubert

Fest zum Weltkindertag in St. Hubert : Malen, Basteln, Spielen und Entenangeln in der Plastikwanne

Ein buntes Familienfest hatte das Kempener Jugendamt mit einigen Partnern zum Weltkindertag in St. Hubert organisiert.

„Wie geht das weiter?“, möchte Remo wissen. Dabei hält der Dreijährige seinen grünen Ballon hoch, in den er gerade zusammen mit seinem Vater per Trichter eine kleine Ladung Vogelsand gegeben hat. Es folgt ein Knoten, um den Ballon zu schließen. Danach müssen bunte Flatterbänder an den Luftballon gebunden werden. Wie das aussieht, ist schon bei Alyssa zu sehen. Die Fünfjährige hat ihren Flatterball bereits fertig gebastelt und startet einen ersten Wurf. Die bunten Krepppapierstreifen flattern fröhlich hinter dem selbstgebauten Gummiball her.

Andere Kinder sind mit der Herstellung von hölzernen Tigerenten beschäftigt, während die nächsten ihr Glück an der Erbsenhaumaschine probieren. Emma hat sich so mit dem Hammer ausgerüstet und wartet vor dem Holzbrett, den Kunststoffschlauch durch den die Erbse angerollt kommt, fest im Blick, auf die kleine grüne Kugel.

Das Gelände vom Familienzentrum „Tabaluga“ und dem Jugendtreff „Calimero“ in St. Hubert hat sich in eine bunte Spielstraße mit unterschiedlichen Mitmachangeboten verwandelt. Das Kempener Jugendamt hat anlässlich des Weltkindertages zum Familienfest eingeladen. Etliche Vereine und Institutionen sind als Kooperationspartner mit von der Partie und sorgen mit ihren Angeboten für jede Menge Spiel und Spaß.

Um die Farbschleuder knubbeln sich die kleinen Besucher. Der Spaß ist groß, wenn die Farbe sich blitzschnell verteilt und wilde Muster entstehen. „Du musst ganz schnell drehen“, meint Tim, was einen der Väter dazu bringt, mit der Holzkurbel selbst für den nötigen Schwung zu sorgen. Bei der Diakonie klappert das Glücksrad, und jeder kann zudem das Spiegelmalen ausprobieren. Wobei es keine einfach Sache ist, über den Blick in den Spiegel das vorab ausgesuchte Wunschmotiv nachzuzeichnen. Mit dem Bobbycar geht es über den Parcours, und es wird in der Elefantenhüpfburg getobt. Andere genießen das frisch zubereitete Popcorn, das in Papiertütchen abgefüllt wird.

Der Trödelstand vom benachbarten Haus Drabben der Lebenshilfe ist immer wieder umlagert. So manch gebrauchtes Buch oder Spiel findet einen neuen Besitzer. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie ein garantiert ungiftiger Klebstoff zum Basteln hergestellt werden kann, der erfährt auch dies beim Familienfest. Während die jungen Besucher Spaß am Entenangeln in der Badewanne haben, können sich die Eltern über die Arbeit der Elternvertretung der Kempener Kitas, den Jugendamtselternbeirat, kurz JAEB genannt, informieren. „Wir können feststellen, dass viele Eltern sich für unser Programmheft interessieren. Viele haben es mitgenommen“, freut sich auch Beate ­Bänsch vom Familiennetzwerk über das Interesse, das dem Netzwerk entgegengebracht wird.

„Glückliche Kinder, entspannte Eltern“, lautete das Resümee von Sandra Müller vom Jugendamt der Stadt Kempen zum Ende des Festes am frühen Samstagabend.

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