Fackelausstellung im Kempener Rathaus

Fackelausstellung: Ein Spiel von Formen und Farben

Am Freitag wurde im Kempener Rathaus die Fackelausstellung eröffnet. Wie immer haben sich die Schulen viel Mühe gemacht.

Manch ein Passant in der Altstadt rieb sich am Freitagmorgen verwundert die Augen. Temperaturen knapp um die 20 Grad und Kinder laufen schon mit ihren Fackeln durch die Straßen. Aber das hatte seine Richtigkeit, denn die Schüler waren auf dem Weg zum Rathaus, um dort ihre selbst gebastelten Prachtwerke auszustellen.

Wie in jedem Jahr gibt es viele fantasievolle Laternen. Entweder erzählen sie Geschichten oder spielen mit Farben und Formen. So entführt die Regenbogen-Grundschule zum Beispiel mit ihren Fackeln in den Dschungel. Aber es gibt auch Märchengeschichten zu sehen. Da ist sogar ein ganzes Schloss entstanden. Die Nachbarschule, die Katholische Grundschule an der Wiesenstraße, hat den Figuren Kari und Bu aus ihrer Schulfibel ein Denkmal gesetzt. Kari ist ein grüner Dinosaurier, der mit seinem Freund Bu den Kindern beim Lesen lernen hilft. Bei der Astrid-Lindgren-Schule kommen die Figuren aus den Büchern der berühmten Namensgeberin zur Geltung. Karlson, Pippi Langstrumpf und Tomte Tumetott geben sich da ein Stelldichein.

Auch die Schüler vom Thomaeum haben in ihr Kinderbuchregal gegriffen. Die „Insel mit zwei Bergen” aus dem Buch „Jim Knopf” von Michael Ende ist zu tollen großen Kunstwerken gestaltet worden. Aber es gibt von der Schule auch den Blick durch Bullaugen. Das Luise-von-Duesberg-Gymnasium hat sich mit sehr schönen Schwarz-Weiß-Kombinationen auseinandergesetzt.

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Aber es gibt auch jede Menge Getier zu sehen. Fische, Krokodile oder auch Eulen. Mehrfach ist auch die Martinsgeschichte zu sehen. Die Erich Kästner Realschule hat ganz witzige Hüte gebastelt. Vom Zylinder bis zur englischen Melone ist alles vertreten. Markus Pricken, der die Fackelprämierungskommission des Martin-Vereins leitet, hatte wie immer tatkräftige Unterstützung beim Aufstellen der Fackeln. Katharina, Franziska, Kimberley, Madeleine, Amelie, Nina, Sarah, Tom und Max hatte viel zu tun, um alles gut zur Geltung zu bringen.

Da wurde auch schon einmal diskutiert. Sollen alle Grundschule in einer Reihe stehen oder will man lieber mischen. Da wurde hin und her getauscht, immer wieder ging ein Teil der Schüler hinaus, um zu sehen, wie das Ganze aussah.

Währenddessen bestaunten nicht nur Fachleute wie Christoph Endres, langjähriger Geschäftsführer des Vereins, und Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Hermans die Werke. Es blieben immer mehr Besucher vor den Fenstern stehen und diskutierten über die Laternen. Viele kamen auch hinein. Bis 7. November ist die Ausstellung noch zu sehen.

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