Ex-Prinz Rainer Pasch ist gestorben

St. Hubert : Ex-Prinz Rainer Pasch ist nach schwerer Krankheit gestorben

Karnevalisten, Heimat- und Brauchtumsfreunde und Sportler trauern mit der Familie des beliebten St. Huberters. Er starb im Alter von 58 Jahren.

Der „hüppersche Jong“ Rainer Pasch ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit am Montag im Kreise seiner Familie. Mit dem engagierten Diplom-Ingenieur verliert nicht nur das Kendeldorf St. Hubert einen sehr engagierten Bürger. Pasch war spätestens seit seiner Zeit als Kempener Karnevalsprinz von 2015 bis 2017 in der ganzen Thomasstadt sehr beliebt. Mit Ehefrau Angelika und den beiden Kindern Simone und Christoph legte Pasch eine närrische Regentschaft hin, die vielen Karnevalsfreunden lange in Erinnerung bleiben wird. Pasch zeichnete eine besonders positive Lebensfreude und viel Humor aus. Er war nicht nur seit 1995 Schatzmeister des Kempener Karnevals-Verein (KKV), er war viele Jahre auch Vorsitzender des St. Huberter Martinsvereins, war 2003 selbst Martinsdarsteller. Ehrenamtlich engagierte er sich im Vorstand der St. Huberter Sterbekasse. Auch sportlich war Rainer Pasch aktiv. Für die CDU arbeitete er in der Kempener Kommunalpolitik mit.

Wer ihm begegnete, war sofort von seiner kommunikativen, offenen Art angetan. Rainer Pasch war eigentlich nie schlecht gelaunt, wusste andere Menschen zu motivieren. Mit seiner Frau Angelika erfüllte er sich den Traum, einmal Prinz Karneval in Kempen zu sein. Die Regentschaft von Rainer I. und Angelika I. war ein Glücksfall für die Kempener Narren. Auch als Prinzenführer setzte er zuvor Akzente. Um so größer ist die Trauer über seinen Tod bei den Karnevalisten. „Wir haben einen sehr guten Freund und engagierten Mitstreiter verloren“, sagte am Mittwoch KKV-Präsident Heinz Börsch im Gespräch mit unserer Zeitung. Am Dienstagabend erhoben sich die Mitglieder des Planungsausschusses bei ihrer Sitzung im Rathaus zum Gedenken an das frühere Ausschussmitglied Pasch von ihren Plätzen.

Rainer Pasch hatte bei all seinem ehrenamtlichen Engagement stets die Menschen im Blick. Er wollte Freude bereiten, was ihm beim Karneval und zu St. Martin auch besonders gut gelang. Er war aber auch ein nachdenklicher Mensch, der sich auch der Probleme anderer Menschen annahm, ihre Sorgen und Nöte ernst nahm.

Am kommenden Mittwoch, 12. Juni, ist das Auferstehungsamt für Rainer Pasch um 9 Uhr in St. Hubertus in St. Hubert.

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