Erwin Koch-Raphael war zu Gast am Kempener Gymnasium Thomaeum.

Thomaeum : Schüler üben das Komponieren

Erwin Koch-Raphael war zu Gast am Kempener Gymnasium Thomaeum. Drei Workshops stehen auf dem Programm. Im Herbst soll es ein Konzert geben.

 Der Komponist Erwin Koch-Raphael wurde 1949 in Kempen geboren, ist hier aufgewachsen und hat am Gymnasium Thomaeum sein Abitur gemacht. Von 1996 bis 2015 lehrte er an der Hochschule für Künste in Bremen als Professor für Komposition und Musiktheorie. Für ein besonderes musikalisches Projekt kommt der Komponist für neue Musik nun in seine Geburtsstadt zurück.

In insgesamt drei Workshops wird er bis in den Herbst hinein mit Oberstufenschülern des Gymnasiums und Musiklehrer David Nethen Texte aus seinem Werk „composition 73 (popol wuj)“ vertonen. Diese Komposition für Klavier und Bariton befasst sich thematisch mit der Kultur der Mayas und ihrer Zerstörung durch die spanischen Eroberer. Zwischentexte sollen von den Schülern musikalisch, das heißt instrumental, mit chorischem Singen, Sprechen und Bewegung gestaltet werden. Die Ergebnisse werden die Schüler dann bei einem Konzert im November gemeinsam mit professionellen Musikern im Kempener Kulturforum präsentieren.

Der erste Workshop sei positiv verlaufen, berichtet Musiklehrer David Nethen: „Erwin Koch-Raphael war von den Ideen der Schüler sehr angetan.“ Beim nächsten Treffen sollen die Vorschläge ausgesucht und verfeinert werden, um dann im Herbst endgültig aufführungsreif zu sein. Ziel des vom Kulturamt der Stadt Kempen geförderten Konzerts sei es auch, das Interesse von Schülern für die Konzerte im Kulturforum zu erhöhen, sagte  David Nethen: „Wir hoffen auf eine Verknüpfung.“ Der Kontakt zu Erwin Koch-Raphael sei im letzten Jahr bei einer Feier anlässlich seines 50-jährigen Abiturjubiläums über die Schulleiterin Agnes Regh zustande gekommen.