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Stadt Kempen: Endlich wieder in Arbeit

Stadt Kempen : Endlich wieder in Arbeit

Drei Langzeitarbeitslose, die der Baubetriebshof Kempen 2008 eingestellt hat, haben sich so gut bewährt, dass sie ein weiteres Jahr mit Hilfe der Arge beschäftigt werden. Zudem wurden zwei weitere Arbeitslose eingestellt.

Lothar Paap greift die olivgrüne Plane, die auf dem Boden liegt, und breitet sie mit seinem Kollegen Manuel Theuvsen aus. Auch Uwe Gennert und Albert Olschonski packen mit an und halten die Plane wie einen Schutzschirm vor sich, während Rolf Zorn die motorbetriebene Wildkrautbürste startet.

Mit der befreit er die Fugen an der Fußgänger-Unterführung am Kempener Bahnhof von Unkraut. "Achtung, das ist jetzt wie ein Geschoss", sagt Lothar Paap noch, und schon fliegen mit einem lauten "Petsch" Unkrautreste und kleine Steine gegen die Plane.

Die fünf Mitarbeiter des Baubetriebshof in Kempen haben endlich wieder Arbeit. Sie waren langzeitarbeitslos, hatten Vermittlungshemmnisse, die es schwierig machten, sie wieder in Arbeit zu bringen. Ein Förderprogramm des Bundes macht es Kommunen möglich, bisherige Hartz-IV-Empfänger mit erheblichen Vermittlungshemmnissen befristet zu beschäftigen. Drei der fünf Mitarbeiter profitierten bereits ein Jahr von dem Programm. Ihre Beschäftigung wurde um ein weiteres Jahr verlängert, weil sie sich bewährt haben. Zwei weitere Mitarbeiter sind außerdem in diesem Jahr neu in das Programm eingestiegen.

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Für Klaus Staschok hat sich die Kooperation mit dem örtlichen Betreuungs- und Leistungszentrum (BLZ) der Arge in Kempen bewährt, um Menschen in versicherungspflichtige Arbeit zu bringen. Mit den drei Mitarbeitern, die vor einem Jahr angefangen haben, war der Leiter des Kempener Baubetriebshofes so zufrieden, dass sie für ein weiteres Jahr übernommen wurden.

Die Stadt profitiert mehrfach: Der Großteil des Lohnes der Mitarbeiter kommt aus Mitteln des Bundesprogramms. Die Stadt werde sauberer. Dank der zusätzlichen Mitarbeiter könne der Baubetriebshof ein Mehr an Sauberkeit und Grünanlagenpflege bieten. Das bekämen die Mitarbeiter auch von Bürgern zurückgemeldet, freut sich Staschok.

Rolf Zorn sieht einen der Vorteile des Programms darin, dass er die Chance erhält, sich weiter zu qualifizieren. So kann er jetzt elektrische Geräte handhaben, mit denen er zuvor noch nie umgegangen ist. Lothar Paap ist mit den finanziellen Vorteilen zufrieden. "Mir bleibt jetzt das Doppelte zum Leben von dem, was ich vorher in Hartz IV hatte", sagt der 53-Jährige.

Beate Czarnetzki vom Betreuungs- und Leistungszentrum der Arge in Kempen sagt, dass sich das Programm bewährt habe. Auch Privatleute oder Unternehmen könnten sich als Arbeitgeber für dieses Programm melden und die Arbeit Suchenden etwa als Hausmeister-Hilfen beschäftigen. Die Arbeitgeber bezahlten dabei nicht mehr als bei einem 400-Euro-Job. Den Rest steuere das Bundesprogramm bei. Die Beschäftigten hätten ganz normalen Urlaubsanspruch.

(RP)