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Elisabeth Neumann aus Kempen wird 90

Elisabeth Neumann aus Kempen wird 90 : Im hohen Alter noch im eigenen Heim

Elisabeth Neumann aus Kempen vollendet am Donnerstag, 8. Oktober, ihr 90. Lebensjahr. Sie lebt, unterstützt von Pflegediensten und ihrer Familie, noch in ihrem Haus an der Margeritenstraße in Kempen.

KEMPEN „Man muss sich halt manchmal ein bisschen quälen“, sagt sie. Aber auch, dass sie noch nicht ins Altenheim gehen wolle.

Geboren wurde die Altersjubilarin 1930 in Mülhausen. Sie hat noch einen acht Jahre jüngeren Bruder. Den Zweiten Weltkrieg erlebte sie als Kind. „Wir waren mehr im Keller als oben“, sagt sie. Die Mutter musste in dieser Zeit die Familie alleine versorgen, da der Vater seinen Wehrdienst an der Front leistete.

Als junge Frau absolvierte Elisabeth Neumann eine Ausbildung zur Näherin, arbeitete in der Textilindustrie in Grefrath und Oedt. 1968 heiratete sie den Witwer Horst Neumann, der drei Kinder mit in die Ehe brachte. Sie zog zu ihm nach Kempen-Klixdorf, zog die Kinder ihres Mannes wie ihre eigenen auf. Viel Arbeit gab es damals auf dem ländlichen Anwesen, wo man eine gewisse Selbstversorgung betrieb. „Wir hatten Kaninchen, Hühner, einen Gemüsegarten“, erzählt die Seniorin. 1990 zog sie mit ihrem Mann ins Haus an die Margeritenstraße nach Kempen. 2011 starb ihr Ehemann.

Jeden Sonntag kommt ein Sohn, der ledig ist, zum Mittagessen zur Mutter. Die Familie, zu der mittlerweile auch zwei Enkel und drei Urenkel gehören, unterstützt die alte Dame, etwa durch Einkäufe oder Hilfe bei Reparaturen. Den Geburtstag will sie zu Hause verbringen: „Mal sehen, wer mich besucht“, sagt sie und freut sich über Gratulanten.