1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Stadt Kempen: Eine motorisierte Zeitreise - Nostalgie mit glänzendem Chrom

Stadt Kempen : Eine motorisierte Zeitreise - Nostalgie mit glänzendem Chrom

Am Samstag gab es rund um das Gut Heimendahl zahlreiche Oldtimer zu bewundern. Das Interesse war sehr groß.

Oldtimer bestimmten am Samstag die Szenerie rund um das Gut Heimendahl. Blickfang was beispielsweise ein englisches Motorroad mit Beiwagen links aus dem Jahre 1934, das Willi Terlinden aus Krefeld seit 20 Jahren hegt, pflegt und fährt. Das "Classic-Days-Team" aus Jüchen hatte die Niederrhein-Tour organisiert - mit dem Hintergedanken, eine gute Suppe auf Gut Heimendahl zu essen. Bei bestem Frühlingswetter war das nach der Durchfahrt von Torhaus und Wassergraben auf dem Hof möglich, mit Blick auf das Herrenhaus. Sehr schnell füllte sich das weitläufige Gelände ab 12.30 Uhr, als die Oldtimer im Minutentakt auf das Gut zusteuerten, wo bereits gut 200 Besucher die Oldies begutachteten und das Gespräch mit den Fahrern suchten. Auffallend häufig vertreten war die Marke Porsche, doch auch Exoten unter den Oldtimern waren zu finden.

Achim Evertz, der neue Vorsitzende des Heimatverein Schmalbroich, selbst Oldie-Besitzer, war hellauf begeistert von den blinkenden, blitzenden Autos aus längst vergangenen Zeiten. Ins Auge fiel etwa ein ein Goggomobil aus dem Jahre 1967 mit satten fünf Pferdestärken. Harald Lichtenberg nennt es seit 15 Jahren sein eigen. Der Anhänger ist ein Miniwohnwagen, Baujahr 1973 aus der DDR, Modell "Weferlinger Heimstolz." Bei der "Corvette" Chevrolet aus Los Angeles, aus dem Jahre 1974 musste vieles umgebaut werden. 4,90 Meter ist sie lang, hat 430 PS und 7,5 Liter Hubraum. "Ein Kindertraum von mir", meint Nils. 50 Jahre alt ist ein Jaguar, E-Typ, der 200 PS hat und rund 200 Stundenkilometer schnell ist und den Karry Bohnen seit fünf Jahren fährt. Der weiße MP Lafer aus Brasilien ist mit 38 Jahren zwar noch relativ jung, gleichwohl ein Oldtimer. Das Cabrio-Modell erinnert an alte Cabrios deutscher Hersteller vor dem Krieg. Nur etwas mehr als 4000 Fahrzeuge wurden davon hergestellt. Ludwig Stolz aus Heinsberg fährt den Oldie seit 23 Jahren. Er hat festgestellt, dass es nicht so einfach ist, in Deutschland dafür Ersatzteile zu bekommen. Von dem amerikanischen Straßenkreuzer Marke Oldsmobile aus dem Jahre 1958 von Stefan und Gabi Schmitz aus Kempen gibt es in Deutschland nur zehn. Er hat noch die legendäre "Heckflosse". Der Blick auf das nostalgische Fahrzeug verdeutlicht rasch, dass die normale Garage kaum dafür reichen wird ihn dort abzustellen.

(mab)