Gemeinde Grefrath: Eine Hommage an Oedt

Gemeinde Grefrath: Eine Hommage an Oedt

Gestern wurde die 13. Auflage des "Üdsche Heimatblättsche" vorgestellt. Der Heimatverein Oedt hat auf 165 Seiten viele Geschichten, Anekdoten und Erinnerungen zusammengetragen. Nicht nur für Oedter gibt's genug Lesestoff.

Mit einer angenehmen Überraschung begann gestern im Sitzungssaal des Oedter Rathauses die Vorstellung der 13. Auflage des "Üdsche Heimatblättsche" durch Karl A. Willmen, denn der Heimatverein erhielt das Original der Oedter Schulchronik (1930 - 1938), noch in Sütterlinschrift geschrieben ist, für das Heimatmuseum. Das erste Exemplar des Heimatblattes ging an Bürgermeister Manfred Lommetz. Der meinte: "Das ist super, was ihr hier seit Jahren macht. Man erfährt viel über Leben in Oedt. Seit Jahren ist das Heimatblättsche ut Üh ein ausgezeichnetes Werk. Es stärkt auch die Beziehungen der Menschen untereinander. Wir sind in der Gemeinde Grefrath auf dem richtigen Weg mit unserem guten Schulangebot und unseren neun Kindertagesstätten. 40 neue Plätze schaffen wir bei der DRK-Kita. Danke für euren Einsatz."

Wer in das neue Heimatblättsche des fast 850 Jahre alten Oedt schaut, der stellt auf Anhieb fest, dass der mehr als 70 Jahre alte Oedter Heimatverein ein hervorragendes Bindeglied zwischen den Bürgern, Vereinen und der Gemeinde Grefrath ist. So war der Familienaktionstag, der in diesem Jahr erstmals an der Burg Uda stattfand, ein voller Erfolg, wie Vorsitzender Karl A. Willmen feststellte. Das 165-seitige Werk ist eine Hommage an Oedt. Die Mischung stimmt im neuen Üdsche Heimatblättsche. Das sah auch der frühere Rektor der Grundschule Grefrath, Hans Fenten, so. Er war schon mehrfach Autor im Blättsche. Der Leser erfährt, dass Kurt Mevissen (69) schon seit 45 Jahren der Oedter St. Martin ist. Erinnert wird an Oedter Denkmäler und Mahnmale.

Heinz Robert Walters, der 1937 geboren wurde und 1995 starb, hat als 13-Jähriger einen sehr lebendigen Reisebericht geschrieben über seine Schweizfahrt. Sie ist im neuen Blättsche zu finden. Über die heimischen Pflanzen und Vögel erfährt der Leser viel von dem, was Edeltraud Spee zusammengetragen hat. Einmal mehr ist es der St. Huberter Heimatdichter Jupp Pasch, der die Mundart im Blättsche pflegt. Margot Erens, geborene Mönks, erinnert sich an "ihre erste Liebe", aber auch an die "Auferstehung des Fleisches". Hanni Hütter, geborene Cuylen, blickt zurück auf "Gerüche ihrer Kindheit" - ebenso an die Zeit als "Mannequin" in der Werkszeitung "Der Polfaden" von 1955.

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Auf Spurensuche haben sich Heinrich Lennackers und Alfred Knorr begeben. Sie lassen Heimatgeschichte lebendig werden mit Beschreibungen von Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, oder von Wegekreuzen. Die beiden Autoren waren in Oedt und Mülhausen unterwegs. Beide Orte haben eine Vielzahl von denkmalgeschützten Gebäuden und Kreuzen zu bieten.

Karl A. Willmen teilt eingangs des neuen Heimatblättsche mit, dass man im kommenden Jahr 2018 einen neuen Förderantrag stellen werde für eine "abgespeckte" Form eines Schutzdaches für die Mauerreste an der Burg Uda.

(mab)
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