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Stadt Kempen: Einbrecher-Bande muss hinter Gitter

Stadt Kempen : Einbrecher-Bande muss hinter Gitter

Die fünf Mitglieder einer Bande, die in Kempen und Umgebung zwischen August 2011 und Februar 2012 zahlreiche Einbrüche verübt hatte, ist gestern zu Haftstrafen von bis zu vier Jahren verurteilt worden. Zuvor hatte sich die Zweite Strafkammer am Krefelder Landgericht durch Geständnisse, Zeugenaussagen und Spuren an Tathandschuhen ein umfassendes Bild über die Bande machen können.

Die fünf Angeklagten hatten die meisten Taten eingeräumt. Einer der Männer bestritt allerdings, auch im Alleingang Einbrüche verübt zu haben. Das Gericht glaubte ihm nicht, er wurde zu drei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Ein umfängliches Geständnis könne man ihm nicht zu Gute halten, führte der Richter aus. Der Angeklagte hatte bis zuletzt bestritten, in ein Haus in Krefeld eingedrungen zu sein. In Tatortnähe hatte er allerdings seine Handschuhe verloren. Nicht nur das überzeugte das Gericht, er hatte auch anderen von dem Einbruch erzählt.

In den meisten Fällen ging es um schweren Bandendiebstahl. "Es handelt sich um eine Serie von Einbruchdiebstählen in Wohnungen, an denen die Angeklagten in teilweise wechselseitiger Beteiligung mitgewirkt haben.", sagte der Richter. Weil sie Geld brauchten – unter anderem, um es in Spielhallen auszugeben – schlossen sie sich zusammen. "Es waren potenziell alle dazu geneigt, die Taten zu begehen", meinte der Richter.

Durch das Eindringen in die Privatsphäre hatten sie die Bürger "erheblich in ihrem Sicherheitsgefühl verletzt", so die Staatsanwältin. Nur einer der fünf Angeklagten wurde zu einer Bewährungsstrafe samt Geldbuße verurteilt. Die anderen müssen ihre Strafen verbüßen.

(RP)