Stadt Kempen: Ein Jahr Begegnungs- und Beratungscafé in Kempen

Stadt Kempen: Ein Jahr Begegnungs- und Beratungscafé in Kempen

Der Treffpunkt für Kempener und Flüchtlinge wurde vor einem Jahr im Gemeindezentrum eingerichtet.

Vor einem Jahr öffneten sich zum ersten Mal im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Kempen die Pforten eines Treffpunkts für Flüchtlinge und Kempener Bürger. Im Rückblick stellt Pfarrer Bernd Wehner fest, dass der wöchentliche Freitagstreff regelmäßig gut besucht wird. Hierüber sind die Initiatoren - die evangelische und katholische Kirchengemeinde, die muslimische Gemeinde und der Arbeitskreis Asyl und Menschenrechte - sehr erfreut.

Flüchtlinge haben die Möglichkeit, aus der Passivität in ihren Unterkünften herauszukommen. Man trifft sich zum Austausch und um Kontakte zu knüpfen. Dabei entwickelt sich ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, denn schließlich sind alle Asylbewerber in der gleichen Situation. Dabei geht es sowohl um alltäglich praktische Hilfe als auch um Hinweise für den Umgang mit Behörden.

Karin Darkwah-Oppong und Michael Stoffels vom Arbeitskreis Asyl und Menschenrechte (AKAM) bieten zudem den Flüchtlingen eine Beratung in aufenthalts- und sozialrechtlichen Belangen an. Für dieses Angebot während des Begegnungscafés besteht besteht ein großer Bedarf.

Während sich Flüchtlinge aus dem ganzen Stadtgebiet - jüngere und ältere aus den unterschiedlichsten Ländern - sowie interessierte Kempener im großen Saal unterhalten, geht es im Nebenraum hoch her: Hier spielt eine ganze Schar Kinder unter persönlicher Betreuung von ehrenamtlichen Helferinnen.

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Zum einjährigen Jubiläum wird am kommenden Freitag, 28. Oktober, erstmals Bingo gespielt. Einmal im Monat soll künftig ein "Begegnungscafé-spezial" mit einem besonderen Thema stattfinden. Am Freitag, 4. November, wird ein Film vorgeführt.

Die Flüchtlinge sollen im Begegnungscafé Hilfe erfahren. Gleichzeitig möchte man ihnen die deutsche Kultur vermitteln, damit sie sich in der fremden Umgebung besser zurechtfinden. So stattete der Kempener Nikolaus, Walter Simon, mit Gefolge im Dezember 2015 einen Besuch ab. Das Kempener Prinzenpaar, Rainer I. und Angelika I. (Pasch), brachte mit rheinischem Frohsinn die Besucher in karnevalistische Stimmung, wobei die Kindertanzgruppen der Narrenzunft Kempen zum Programm beitrugen. Zum deutschlandweiten Tag des Flüchtlings stand Capoeira - eine brasilianische Kampfkunst - mit brasilianischen Klängen im Mittelpunkt.

Die Treffen findet jeweils freitags im Gemeindezentrum der evangelischen Thomaskirche in Kempen, Kerkener Straße 11, von 16 bis 18 Uhr statt. Eingeladen sind alle Flüchtlinge aus Kempen und den Stadtteilen.

(RP)
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