Gemeinde Grefrath: Ein Hauch von Grusel war auch dabei

Gemeinde Grefrath: Ein Hauch von Grusel war auch dabei

In der Grefrather Sekundarschule stand jetzt ein Lesenachmittag für Grundschüler auf dem Stundenplan. Alle hatten ihren Spaß dabei. Auch eine "richtige" Schriftstellerin war zu Gast.

Für etwa 40 Schüler der Grefrather Gemeinschaftsgrundschule war es ein langer Tag. Nach ihrem Unterricht fand in der Sekundarschule noch ein zweistündiger Lesenachmittag statt. Einige der Viertklässler hatten es sich in den Räumen der sechsten Klasse auf Turnmatten bequem gemacht, konnten dann auch bei den Detektiv-, Grusel- und Fantasygeschichten etwas entspannen. Oder wie man heutzutage sagt: chillen. Die Klassenlehrerinnen der 5a und 5c der relativ neuen Sekundarschule, Nicole Dahlke, Nea Quodbach und Doris Kassilowski, hatten die Idee gehabt und vier Stationen aufgebaut. Die Klasse 6d wurde zum Beispiel zu einem Bilderbuchkino. "Mutig, Mutig" hieß eine Geschichte, bei der Frosch, Maus, Schnecke und Spatz einige Abenteuer erlebten. Dabei zeigte die Lehrerin die von ihr eingescannten Bilder, während Sekundar-Schüler den Text dazu sprachen. Mutig, mutig war gerade der elfjährige Aaron von der 5a.

Er war mit dem Vorlesen dran, machte seine Sache sehr gut. "Ich habe sogar schon einmal auf Mallorca auf einer Bühne gestanden und gesungen", sagte Aaron sichtlich stolz. Ein wenig nervös sei er vorher aber schon gewesen. Viel los war im Klassenraum nebenan. Dort lassen Niclas und Tolga, Schüler der 5a, Teile der Geschichte aus dem Buch "Charly auf der Spur des Seemonsters". Während die beiden locker und lange erzählten, machten die Kinder ganz hinten im Klassenraum der 6b mit den Buntstiften zum Text passende Lesezeichen oder malten größere Bilder. So die forsche Marie.

Sie malte akkurat und fantasievoll drei Meerjungfrauen und war wenig später selbst mit dem Vorlesen dran. Wie Emilie und Angelique aus der 6a in der Grusel-Station. "Uns hat es Spaß gemacht, so gruslig waren die Gruselgeschichten gar nicht", meinte überstimmend zwei Freundinnen von der Grundschule. Um Fantasy ging es in der 6c: dort war es die Autorin selbst, die aus ihrem Erstlingswerk "Fanrea - Die Prophezeiung" vortrug. Es war die Grefratherin A. E. Eiserlo. Wofür steht denn das A. E.? Auf die Frage antworte die Schriftstellerin nur: "Das ist egal, das Buch soll im Zentrum stehen, nicht ich." Jedenfalls kam auch die Geschichte von den Erlebnissen der beiden Freunde Emma und Ben bestens an. Die Grefratherin schreibt gerade die Fortsetzungen.

Mit dabei war der Förderverein, der ein kleines Rätsel durchführte. Für den Gewinner gab es einen Buch-Gutschein über 20 Euro. Regina Ringpfeil von der Grefrather Buchhandlung Karl Groß hatten noch viele Kinderbücher zum Kauf mitgebracht. Und auch Doris Kassilowski hatte in der Leih-Bücherei der Sekundarschule Grefrath einiges zu tun. Einige Kinder waren so auf den Geschmack und auf das Buch gekommen. Die Leih-Bücherei ist übrigens geöffnet: dienstags von 10.10 bis 10.40 Uhr; montags und donnerstags von 12.40 bis 13.40 Uhr.

(wsc)