Stadt Kempen: Ein Gospelkonzert vom Feinsten

Stadt Kempen: Ein Gospelkonzert vom Feinsten

Der Projektchor der Liebfrauenschule Mülhausen und der Chor "Voices" aus Wankum sangen in der Kirche Christ-König in Kempen für einen guten Zweck.

Sie proben immer nur für ein Jahr, die Schüler des Projektchores der Liebfrauenschule Mülhausen. Da ist es um so erstaunlicher, was Musiklehrer Jakob Stauber in dieser kurzen Zeit stets erreicht. Jetzt gab der Chor gemeinsam mit dem Gospelchor "Voices" aus Wankum ein Benefizkonzert zugunsten von "Árbol de la Esperanza". Dies war so gut besucht, dass ein Teil der Besucher sogar stehen musste.

Die gebürtige Kempenerin Angela Aretz kümmert sich um Straßenjungen in Quito. Foto: Kaiser

Zunächst begannen die Schüler mit ihrem Programm. Sie mischten Gospel mit Pop, aber sogar auch Klassik. Letzteres war besonders spannend. Denn hier wurde die fünfte Symphonie von Ludwig von Beethoven einmal in einer modernen Gospelversion gesungen. Das war eine große stimmliche Leistung des Chores. Und es war sehr mutig, dass sich die jungen Leute an so ein schwieriges Werk ohne jegliche Berührungsängste wagten.

Aber es erklangen auch die klassischen Gospels, vorgetragen mit viel schwungvoller Bewegung und ansteckend in ihrer guten Laune. Da die Musikgruppe "Abba" nun nach langer Zeit wieder auftritt, hatte der Chor auch noch den bekannten Hit "Money, Money, Money" ins Programm aufgenommen. Und da hörte man doch den einen oder anderen Besucher begeistert mitsingen.

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Weiter ging es mit den "Voices", ein großer Chor mit sehr viel Stimmgewalt. Auch er wird von Jakob Stauber geleitet. Hinzu kamen noch die Musiker Ralf Metz (Bass), Hans-Georg Lamers (Schlagzeug) sowie Armin Laut (Saxofon). Die Gruppe hatte sich mehr oder weniger spontan in dieser Formation zusammengefunden, was aber ihrer Musik überhaupt nicht anzumerken war. Lediglich eine Probe genügte, damit sie zusammenpassten, erklärte Stauber.

Der Chor hatte sich für ein klassisches Gospelprogramm entschieden. Aber dank sehr guter Solisten und Arrangements der einzelnen Lieder erklangen manche Dinge vollkommen neu. Sehr beeindruckend wirkte zum Beispiel "This is my Promiss" oder auch "Jesus, you called my Name", bei dem das Publikum ausdrücklich zum Mitsingen aufgefordert wurde.

Insgesamt war dieses Konzert rundherum stimmig. Selbst nach rund zwei Stunden trennten sich Sänger und Publikum ungern voneinander und viele blieben bei dem schönen Wetter noch lange vor der Kirche stehen. Der Verein "Árbol de la Esperanza" kann sich über eine stattliche Spende von 1500 Euro für seine Arbeit freuen. Der von Angela Aretz angekündigte Sommerausflug für die Kinder in den Ferien ist damit wohl gesichert.

(sr)
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