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Ein Besuch in der Kempener  Sauna- und Wasserwelt Aqua Sol

Kempen : Aqua Sol: Abkühlung bei 28 Grad

Temperaturen an der 40-Grad-Grenze und heißer Sonnenschein. Das Wetter beschert der Kempener Sauna- und Wasserwelt Tausende von Freibadbesuchern.

„Es ist einfach nur erfrischend und tut gut“, sagt Sabrina Stoltenberg, die gerade aus dem Ganzjahresbecken der Sauna- und Wasserwelt Aqua Sol steigt und sich in Richtung Liegewiese bewegt, auf der Strandlaken, Kühltasche und das mitgebrachte Buch warten. Abtrocknen ist dabei gar nicht nötig. Die Temperaturen, die die 40-Grad- Marke erreicht haben, sorgen für eine schnelle Trocknung, zumal die Sonne vom wolkenlosen Himmel knallt.

Die 27.000 Quadratmeter große Liegewiese hat sich in eine bunte Patchworkdecke verwandelt. Badegäste haben Decken und Handtücher ausgebreitet, Strandmuscheln aufgespannt und Sonnensegel gesetzt. Begehrt sind die schattigen Plätze unter den ausladenden Kronen der Bäume, die Schatten spenden. Und Schatten ist mehr als nur beliebt. Besucher machen es sich auf Liegen bequem oder haben die Luftmatratze als Liegefläche mitgebracht. In der Luft liegt ein Sonnencremegeruch. Auf den Beachvolleyball- und Fußballfeldern geht es indes ruhig zu. Es ist einfach zu heiß, um eine Partie Volleyball oder Fußball zu spielen.

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Dafür zaubern Besucher aus mitgebrachten Picknick-Körben Frikadellen, Melonenspalten und Getränke. „Wir machen heute einen Familienausflug. Bei diesem Wetter gibt es nichts Besseres als einen Badbesuch im Aqua Sol“, schwärmt Thorsten Bengers, der gerade die Picknickdecke ausbreitet. Aber nicht nur Selbstversorgung ist angesagt. Am Kiosk hat sich eine Schlange gebildet. Eis und kühle Getränke sind der Renner. Auf der Terrasse des Bistrobereichs vom Aqua Sol lässt sich manch einer unter den Sonnenschirmen trotz der hohen Außentemperatur seine Pommes mit Würstchen schmecken und blickt über das bunte Bild, das sich eine Etage tiefer zeigt.

Während die einen ihr Picknick genießen und entspannt chillen, zieht es andere in Sachen Abkühlung ins Wasser. Im Familienbecken tummeln sich die Besucher genauso wie im Ganzjahresbecken. Auf der langen blauen Breitbrandrutsche trudeln kleine wie große Schwimmbadbesucher unter Gelächter ins kühle Nass des Familienbades. Aufblasbare Bälle fliegen über das Wasser, in Schwimmreifen dümpeln andere gemütlich im Becken vor sich hin. Immer wieder platscht es auf, wenn sich jemand vom Beckenrand ins Wasser plumpsen lässt. Im Kleinkinderbereich sitzen die jüngsten Badbesucher im Wasser und planschen unter den aufmerksamen Blicken ihrer Eltern voller Begeisterung mit dem angenehm temperierten Nass. Je nach Becken liegen die Wassertemperaturen zwischen 26 und 28 Grad. „Wir halten die Temperaturen konstant, weil wir entsprechend mit Frischwasser kühlen“, informiert Betriebsleiter Wolfgang Werthschulte.

Rund 1800 Quadratmeter Wasserfläche stehen den Besuchern dabei zur Verfügung. Egal, wie das Wasser genutzt wird, ob wirklich zum Schwimmen, mehr zum Spielen oder einfach nur zum Relaxen, im gesamten Badbereich herrscht eine entspannte Atmosphäre. Die vielen Besucher verteilen sich auf der großen Außenfläche, und trotz mehrerer Tausend Menschen, die über den Tag verteilt kommen und gehen, herrscht kein Gedränge.

Die Besucherzahlen, die mit dem heißen Wetter direkt nach oben schnellten, lagen zu Wochenbeginn bei 2600 Badegästen und steigerten sich dann auf über 4000 Besucher. „Wobei es wirklich immer mal wieder einen Besucher gibt, der erstaunt schaut, wenn er unsere Baustelle sieht. Und das, obwohl wir bereits seit einem Dreivierteljahr bei der Arbeit sind“, sagt Schwimmmeister Werthschulte. Die neue Hallenbadanlage ist in Arbeit. Hinter dem Bauzaun wird trotz der Hitze fleißig gearbeitet, wobei ab 14 Uhr auf der Baustelle derzeit absolute Ruhe herrscht. Die hohen Temperaturen sorgen für einen Arbeitsstopp. „Ab der nächsten Woche ruht die Baustelle generell zwei Wochen. Dort sind dann Ferien angesagt“, informiert Werthschulte.