Gemeinde Grefrath: Doch keine Halle für Grefraths Jugendliche

Gemeinde Grefrath: Doch keine Halle für Grefraths Jugendliche

18 Monate Vorbereitung mündeten jetzt in einer gut besuchten Informationsveranstaltung in der alten Girmes-Halle für die Grefrather Öffentlichkeit. "Jugendliche wollen sich verwirklichen und ihre eigenen Räume schaffen. Dafür braucht es als allererstes einen Raum. Den bietet diese Halle hier perfekt", sagt Leon Küsters, einer der Initiatoren des Projektes "Eine Halle für Jugendliche in Grefrath". Er verfolgt zusammen mit Sabrina Vieten in der mobilen Jugendarbeit der Gemeinde Grefrath das Konzept "Nah Dran". Allerdings dürfte das sehr groß dimensionierte Girmeshallenprojekt gestern schon wieder "gestorben" zu sein: Dafür gebe es keine Zustimmung des Kreisjugendamtes, hieß es aus dem Grefrather Rathaus.

Proben-Räume, Skate-Halle, Tanzen, Indoor-Fußball und Chill-Lounge waren nur einige der vielen Vorschläge , die innerhalb kürzester Zeit zusammenkamen. "Uns liegt die Jugend in Grefrath sehr am Herzen. Möglichkeiten vor Ort zu schaffen, die für Jugendliche attraktiv sind, ist ein wichtiges Ziel unserer politischen Arbeit", sagte Andreas Sonntag, Ratsmitglied der Grünen im Jugend-, Sozial- und Seniorenausschuss der Gemeinde Grefrath. Jochen Schaumburg, Sprecher der Grünen im Kreis Viersen, unterstützte das Projekt: "Jugendarbeit ist Bildungsarbeit."

SPD-Chef Jochen Monhof zeigte sich von den Plänen allerdings wenig angetan. "Wir, die Politiker sind sauer, dass man jetzt bei Jugendlichen wieder Illusionen weckt. Die Halle ist viel zu groß. Miete und Heizkosten sind nicht bezahlbar." Die Gemeinde finanziere mit viel Geld einen Streetworker, jedoch keinen Eventmanager. Es werde Zeit, dass der Bürgermeister Amtsleiter wieder auf den Boden der Tatsachen zurückhole. Monhof: "Wir haben im Rat für die Jugend noch kein neues Konzept beschlossen. Wir haben immer noch das Jugendheim Dingens."

(mab)