Diskussion zum Weltfriedenstag in Kempen

Kempen : Diskussion: Gefahr des Friedens in einer „friedvollen“ Zeit

Zum Weltfriedenstag läuten die Glocken der evangelischen Kirchen. In Kempen wird auch diskutiert.

(rei) Am kommenden Freitag, 21. September, läuten die evangelische Gemeinden im Kirchenkreis Krefeld-Viersen ihre Glocken. Um 18 Uhr sind die Glocken eine Viertelstunde zu hören. Die Kirchengemeinden nehmen damit teil am europaweiten Glockenläuten „Friede sei ihr erst Geläute“ im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres. Damit soll an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und an den Ausbruch und das Ende des Dreißigjährigen Krieges erinnert werden. In der Thomaskirche an der Kerkener Straße in Kempen schließt sich an das Glockenläuten eine Friedensandacht in der Kirche an.

Von 19 bis 20.30 Uhr geht es mit einer Diskussionsrunde zum Thema „Gefahr des Friedens in einer ,friedvollen’ Zeit?“ weiter. Vertreter aus Justiz, Politik und Kirche sind eingeladen, um über Frieden nachzudenken. Was will, was kann und was muss unternommen werden, um Voraussetzungen für Frieden zu schaffen? In Zeiten von Populismus, Rechtsextremismus, europäischer Abschottungspolitik stellt sich die Frage, wie lange Frieden so noch möglich ist. Mögliche Fragen der Diskussion lauten. Welche Pfade oder Autobahnen auf dem Weg zum Frieden benötigen wir? Wo müssen Demokraten und Christen sich für Frieden einsetzen? Welche Art von Friedens-Bildung wird gebraucht?

An der Diskussion im Gemeindezentrum der Thomaskirche nehmen teil: Pfarrer Burkhard Kamphausen, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen; Prof. Klaus-Peter Hufer (Politik- und Bildungswissenschaftler), Helmut Jelinek (Richter in Düsseldorf), Marcus Optendrenk (stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion NRW) und Udo Schiefner (SPD-Bundestagsabgeordneter).

Die Moderation hat der Kempener Berufsschulpfarrer Roland Kühne.