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Digitales MINT-Forum an der Liebfrauenschule Mülhausen

Liebfrauenschule Mülhausen : Digitales Lernen nach dem Vorbild der Liebfrauenschule

Der Schulleiter Christoph Aretz war jetzt neben Staatssekretär Mathias Richter und Berufsschulleiter Marc Bücker Impulsgeber bei einer Veranstaltung, von Rotary und Handwerkskammer Düsseldorf.

„Der Austausch im Kollegium ist für uns die beste Fortbildung.“ Das hat Christoph Aretz, Leiter der Liebfrauenschule Mülhausen, beim MINT-Forum 2020 „Lernen aus der Ferne – Welche Erkenntnisse und Konsequenzen zieht der Bildungssektor aus der Corona-Krise?“ betont. Der Pädagoge war jetzt neben Staatssekretär Mathias Richter und Berufsschulleiter Marc Bücker Impulsgeber bei einer Veranstaltung, von Rotary und Handwerkskammer Düsseldorf. Mit Aretz hatten die Veranstalter den Leiter einer Schule in Nordrhein-Westfalen eingeladen, bei der digitales Lernen funktioniert.

Der Schulleiter verwies auch darauf, dass die Liebfrauenschule Mülhausen bereits nach den Sommerferien ein ähnliches Modell starten wollte, wie es in Solingen praktiziert wird. Das „Solinger Modell“ besagt, dass Klassen an weiterführenden Schulen geteilt werden: eine Hälfte sollte vor Ort, die andere auf Distanz unterrichtet werden. Dieses Modell hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer wiederholt abgelehnt, unter Nennung von unterschiedlichen Gründen. Eine Haltung, die Staatssekretär Richter jetzt beim MINT-Forum verteidigte.

Einig waren sich die Forum-Teilnehmer, dass die Digitalisierung spätestens seit Corona im pädagogischen Konzept der Schulen eine Hauptrolle einnehmen müsse. Diese Entwicklung könne man nicht mehr zurückdrehen. Aretz zeigte dabei am Beispiel der Liebfrauenschule auf, wie man dieser Herausforderung erfolgreich Herr werden könne. Bücker wies auf Defizite im System hin und zeigte neue Möglichkeiten auf, Lücken und Engpässe zu schließen.

Richter unterstrich nicht nur die Bereitschaft des NRW-Schulministeriums, auch weiterhin viel Geld für die digitale Bildung zur Verfügung zu stellen. Der Staatssekretär hörte insbesondere bei den Darstellungen von Aretz auch genau hin und signalisierte Lernbereitschaft, derartig vorbildliche Erfolgsmodelle wie aus Mülhausen in die NRW-Schullandschaft zu tragen.