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Die Ziele der GOMV in Grefrath

GOMV in Grefrath : Wählergemeinschaft will die Bürger einbinden

GOMV will bald in die aktive Mitgliederwerbung einsteigen. Ziel ist der Einzug in den Gemeinderat.

„Politik etwas anders“ haben die Mitglieder der neu gegründeten Grefrather Wählergemeinschaft „GOMV“ auf ihre Fahnen geschrieben. Die Abkürzung steht für die Ortsteile Grefrath, Oedt, Mülhausen und Vinkrath. Die Gründung, so Vorsitzender Eckhard Klausmann, sei von langer Hand geplant gewesen. Man hofft, bei den Kommunalwahlen am 13. September in den Gemeinderat einzuziehen.

Eckhard Klausmann ist Vorsitzender der Wählergemeinschaft. Foto: Norbert Prümen

Im Moment hat die Gemeinschaft zehn Mitglieder, alle aus der Mitte der Gesellschaft, jedoch keine Politiker. „Das ist gewollt“, sagt Klausmann, „wir wollen uns schließlich abheben.“ Ein detailliertes GOMV-Programm liegt noch nicht vor, der Obertitel hingegen sehr wohl: Bürgernähe. Klausmann und seine Mitstreiter klagen über die mangelnde Transparenz, mit der wichtige Dinge in Grefrath beraten und beschlossen werden. Bisher erlebe man eine große Zustimmung, sagte Pressesprecher Werner Balsen.

Erste Schritte in die Öffentlichkeit tat man beim Adventszauber, dem Weihnachtsmarkt der Werbegemeinschaft „Grefrath InTakt“. „Auch CDU und SPD haben sich über uns informiert und sich lange bei uns aufgehalten“, sagt Klausmann.

Die Wählergemeinschaft möchte Themen anstoßen und in die Diskussion einbringen – und dabei die Bürger ins Boot holen. In vielen wichtigen Punkten in der Gemeinde bewege sich nichts, sagt Balsen, und nannte als Beispiel die Industriebrache an der Mülhausener Straße. Balsen, der noch nicht lange in Grefrath lebt, sagt: „Seitdem ich hier wohne, befindet sich die Gemeinde in einem permanenten Krisenmodus.“ Da sei ein Vakuum, das man mit Inhalt füllen müsse. Um bei der Wahl antreten zu dürfen, brauche man 170 Unterschriften, das werde wohl gelingen. In die heiße Phase des Wahlkampfes werde man im April oder Mai eintreten.

Das erklärte Ziel lautet, in den Gemeinderat einzuziehen. Und das am liebsten unter der Regie des unabhängigen Bürgermeisterkandidaten Jens Ernesti: „Er hat uns überzeugt, wir unterstützen ihn“, sagt Klausmann. Aktuell kommuniziere die Gemeinde zu wenig, „das wird bei uns nicht passieren.“ Beispiel Ortskernsanierung Oedt: Hier hätten über Einzelheiten weitgehend ältere Bürger entschieden. Man habe es nicht geschafft, die Jugendlichen in die Planungen einzubinden. Das wäre aber unbedingt erforderlich gewesen.

Beeindruckt war die Wählergemeinschaft über die Resonanz bei der Infoveranstaltung zur Landesgartenschau, die Grefrath gern im Jahr 2026 veranstalten möchte. Da habe man so richtig den Willen der Bürger gespürt, etwas mitzugestalten, etwas in der Gemeinde zu bewegen. Bald will die Wählergemeinschaft aktiv in die Mitgliederwerbung einsteigen: „Wir sind optimistisch, die Zahl deutlich zu erhöhen“, sagt Balsen. Vor allem werde man danach trachten, Jugendliche für Politik zu interessieren.

Infoveranstaltung der GOMV: heute, 19 Uhr, Albert-Mooren-Halle