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Die Pläne im Grefrather Rathaus

Grefrath : Finanzielle Folgen von Corona noch nicht absehbar

Eigentlich hätte am Montagabend in Grefrath eine Ratssitzung stattfinden sollen. So steht es im Jahresplan, in dem sämtliche Termine von Rats- und Ausschusssitzugen aufgelistet sind. Zu der Ratssitzung hatte Bürgermeister Manfed Lommetz aber gar nicht erst eingeladen.

Er befindet sich zurzeit allerdings in engem Austausch mit der Politik. Gemeinsam werde beraten, was im Lauf des Jahres unbedingt noch gemacht und erledigt werden muss: „Danach stellen wir ein Konzept zusammen“, sagte Lommetz am Montag.

Was ihn aktuell stört, ist das Fehlen von rechstverbindlichen Grundlagen für so manche kommunalpolitische Entscheidung. Das gilt zum Beispiel für das Mülhausener Schützenfest. Das ist von den Schützen selber bereits abgesagt worden, aber die rechtliche Vorlage will die zuständige Landesministerin Ina Scharrenbach erst in dieser Woche als Schreiben vorlegen.

Welche finanzielle Folgen Corona für die Gemeinde Grefrath hat, sei noch nicht abzusehen, sagte Lommetz. Sicherlich fielen Einnahmen weg, weil weniger Gewerbesteuern eingehen. Eine Summe konnte er am Montag jedoch nicht nennen.

Die Zeit bis zur Kommunalwahl am 13. September ist nicht mehr ganz so lang. Manfred Lommetz möchte, dass sie trotz aller Probleme durch Corona unbedingt stattfindet: „Die Bürger haben mich bei der letzten Wahl bis zum 31. Oktober als Bürgermeister gewählt.“ Und zwar nur bis zu diesem Tag. Er habe erhebliche rechtliche Bedenken, ob man die Amtszeit so ohne Weiteres verlängern könne. Diese Problematik bestehe auch für die Mitglieder des Gemeinderats.

(hd)