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Die Deula in Kempen, ein Partner der Landwirtschaft

Kempen : Neues Zentrum der Landwirtschaft

Ob überbetriebliche Ausbildung oder spezielle Qualifikationen – bei der Deula in Kempen vieles ist möglich. Dort entsteht gerade ein neues Tagungszentrum mit Gästehaus. Neuer Geschäftsführer ist seit Jahresbeginn Gerd Krewer.

Die Deula in Kempen kennt eigentlich jeder. Eher unbekannt ist, welches Angebot die Landwirtschaftsschule seinen zahlreichen Besuchern genau macht. Vor allen Dingen kümmert sie sich um den Nachwuchs, betreibt außerbetriebliche Ausbildung in verschiedenen Bereichen und zahlreiche Meisterkurse. „So kommen wir auf insgesamt 30.000 Teilnehmertage im Jahr“, sagt Gerd Krewer, der seit Jahresbeginn als Nachfolger von Karl Thoer neuer Geschäftsführer ist.

Aktuell wichtigste Themen sind die beiden neuen Gebäude, die gerade entstehen: das Gästehaus und das Tagungszentrum direkt nebenan. In unmittelbarer Nähe steht das neue „Haus der Landwirtschaft“ kurz vor seiner Fertigstellung. Das ist allerdings ein Projekt des Rheinischen Landwirtschaftsverbands und der Kreisbauernschaft. So entsteht in Kempen ein neues Zentrum für die Landwirtschaft der gesamten Region.

Die Deula am Krefelder Weg in Kempen ist bekannt für ihre qualifizierte außerbetriebliche Ausbildung. Foto: dekers/deckers

Das neue Gästehaus der Deula verfügt über 42 Einzelzimmer. Aktuell stehen den Kursteilnehmern 130 Zimmer zur Verfügung, das reicht nicht aus. Vor allem vor dem Hintergrund, dass man sich in verstärktem Maß auch um die Erwachsenenbildung kümmert: „Hier ist die Zeit der Doppelzimmer abgelaufen, der Status hat sich geändert“, sagt Krewer.

Direkt neben dem neuen Gästetrakt wird ein Tagungszentrum gebaut. In dem gibt es Platz für 120 Teilnehmer, durch mobile Trennwände kann man die Größe der Räume variabel gestalten. Was Auslastung und Abdeckung angeht, ist Krewer durchaus optimistisch – unter anderem deshalb, weil auch das „Haus der Landwirtschaft“ die Räumlichkeiten nach Absprache nutzen kann. Im Herbst soll alles fertig sein.

Im Bereich der überbetrieblichen Ausbildung ist der Landschafts- und Gartenbau schwer im Kommen. „Hier ist die Tendenz steigend, das sind unsere wichtigsten Gruppen“, sagt Krewer. Auf dem Gelände und in den Hallen herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Meist besuchen die Teilnehmer Wochenkurse, die als Blöcke in die Ausbildung eingebaut werden.

Die Ausstattung bei Maschinen und Geräten ist vielfältig und wird mit Hilfe der Industrie ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Vorbereitung, Durchführung und Weiterentwicklung der Lehrgänge liegen überwiegend in den Händeen eigener Fachkräfte, die als technische Lehrkräfte qualifiziert sind. Über all dem wacht Qualitätsbeauftragte Claudia Stolzenberger. In den verschiedenen Hallen kann man unter anderem probehalber schweißen, pflanzen und vieles mehr. In Zusatzqualifikationen kann man den Kettensägenschein oder den erforderlichen Führerschein machen. Brauchen Mitarbeiter von Unternehmen Kenntnis zum Fahren eines Gabelstaplers, kann man auch dies bei der Deula lernen.

Im Leitbild der Deula steht, man wolle mit dem Bildungsangebot den Aus- und Weiterbildungsbedarf kleiner und mittelständischer Unternehmen bundesweit und besonders im Rheinland mit kundenorientierten Lösungen abdecken.