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Stadt Kempen: Dicht gedrängt durch Kempens Straßen

Stadt Kempen : Dicht gedrängt durch Kempens Straßen

Sehr gut besucht war gestern der Bauern- und Umweltmarkt. Was die Händler freute, ärgerte einige Besucher: die drangvolle Enge. Doch die meisten waren zufrieden und genossen das vielfältige Angebot bei schönem Wetter.

Es war schon eine Wunscherfüllung für die Macher des gestrigen Bauern- und Umweltmarktes. Das Wetter stimmte, und die Stadt war voll mit Besuchern. Dementsprechend genossen auch Heinz-Josef Rox vom Verkehrsamt und Heinz Puster vom Umweltreferat am Sonntagmittag ganz entspannt den Trubel rundherum. Zufrieden seien sie, dazu das Glück mit dem Wetter, mehr könne man doch gar nicht haben wollen, waren sie sich einig. Wenige Meter weiter wanderte Pressesprecher Christoph Dellmanns mit einem ebenso zufriedenen Gefühl wahrhaft ins Gesicht geschrieben durch die Menge.

Eng war es wirklich. Denn viele Besucher, nicht nur aus Kempen, waren da. Das fanden allerdings zwei Damen aus Duisburg schon zu viel. Sie bedauerten die Enge. Man könne doch gar nicht nah genug ran an die Stände, und der kleine Hund Maja erlebte das Treiben vorsichtshalber auf dem Arm. Jil aus Kempen fand es dagegen schön auf dem Markt.

Sie hatte vorher nicht damit gerechnet, so lange unterwegs zu sein. Schon seit drei Stunden stöberte sie mit ihrer Schwester über den Markt. Und fand vor allem gut, dass man an vielen Ständen probieren durfte. Eis mit Apfel, das hätte sie sich so vielleicht angesichts der Preise für eine Kugel Eis nicht geleistet. Aber jetzt einmal probiert, darf das ruhig öfter sein, meinte sie. Und auch das Rapsöl hat sie für sich entdeckt.

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Überhaupt war der Satz "lass uns mal probieren" häufig zu hören. Egal, ob es um Honig oder Senf ging. Gerne genommen wurden auch die Äpfel von Hardt, wobei es natürlich auch die eine oder andere spitze Bemerkung Richtung Russlandsanktionen gab. Aber einer in der Menge sagte ganz richtig: "Ist doch egal, ob der Apfel den Doktor oder Putin fernhält, Hauptsache er schmeckt."

 Auch die moderne Schweinehaltung wurde gezeigt.
Auch die moderne Schweinehaltung wurde gezeigt. Foto: Achim Hüskes

Regen Zuspruch hatte auch das Schweinemobil am Rande des Buttermarktes. Hier tummelten sich Schweine, denen offensichtlich die Neugier der Besucher nichts ausmachte. Die Kempener Bauern informierten über moderne Schweinehaltung. "Ida erzählt vom Schweineleben" und das ist nach Aussage der Bauern durchaus ein gutes. Helle luftige Ställe, Platz zum Futtern und sich in aller Ruhe hinzulegen. Aber auch die Möglichkeit, sich das Futter einmal zu suchen. Experten der Landwirtschaftskammer erläuterten an ihrem Stand die verantwortungsvolle Nutztierhaltung.

Gleich um die Ecke auf der Peterstraße war für die Kinder kein Halten mehr. Denn der Streichelzoo dort bot vielen, vor allem den angereisten Stadtkindern, die Möglichkeit, Hühner, Schafe, Kaninchen und vieles mehr zu sehen und anzufassen. Und immer von kundigen Menschen alle Fragen beantwortet zu bekommen. Ein Spaßfaktor für große und kleine Tierfans war einmal mehr das Schweinerennen auf dem Platz an der Mühle.

Regen Zulauf hatten auch die Stände der Umweltberatung. Viele ließen sich bei Firmen oder der Verbraucherzentrale zu einzelnen Themen ausführlich informieren. Die Leute seien wissbegierig, hieß es dann auch bei der Verbraucherzentrale. Übrigens trugen viele Besucher gleich zum Klimaschutz bei und hatten bei dem schönen Wetter das Auto zu Hause gelassen. Rund um den Ring standen auf der Promenade, in den Anlagen und auf den Bürgersteigen unzählige Fahrräder.

(sr)