Deutschland-Cup feiert gelungene Premiere

Eishockey: Deutschland-Cup feiert gelungene Premiere

Das Turnier erlebte einen stimmungsvollen Auftakt. 4189 Zuschauer sahen die 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Russland.

Der Deutschland-Cup ist in Krefeld super angekommen. Als sich um 14 Uhr die Türen des KöPa öffneten, sah es vor dem ersten Matsch zwischen der Slowakei und der Schweiz noch nicht nach einem internationalen Turnier aus. Eine kleine Gruppe mit Fans der Eidgenossen sorgte für ein wenig Stimmung. Im Laufe des ersten Drittels füllten sich die Ränge auch mit deutschen Fans. Insgesamt waren aber schon mehr Zuschauer im Stadion als vor einem Jahr beim ersten Spiel in Augsburg, das noch am Freitag stattfand. Im Umlauf der Arena so es nicht mehr so aus wie bei den Heimspielen der Pinguine. Sponsoren des DEB präsentierten sich dort mit Ständen. Zu den Mitarbeitern eines Wettanbieters gehörte ein in Krefeld bekannter Ex-Fußball-Profi: Ansgar Brinkmann. Der weiße Brasilianer lockte die neuen Kunden für seine Firma an.

Das erste Match war ausgeglichen und bis zum Schluss spannend. Während die Slowaken zu Beginn Vorteile hatten, konnten die Schweizer im letzten Drittel noch zulegen und gewannen mit 3:2. Hinterher wurde der beste Spieler jedes Teams geehrt. Das übernahmen Schiedsrichter-Legende Jupp Kompalla, der zuvor das Spie an der Seite von DEB-Präsident Franz Reindl verfolgt hatte, und Ruth Kremershof.

So richtig stimmungsvoll wurde es dann eine Stunde vor dem Spiel der DEB-Auswahl gegen die Russen. Denn es waren viele russische Fans, die in Deutschland wohnen, nach Krefeld gekommen. „Scheibu. scheibu“, schallte es lautstark von den Rängen. Nach den Nationalhymnen betrat Christian Ehrhoff das Eis, der als Silbermedaillen-Gewinner von den Olympischen Winterspielen in Südkorea das Ehrenbully übernahm. Von den Pinguinen saßen die beiden Chefs Wolfgang Schulz und Mikhail Ponomarev, der natürlich den Russen die Daumen drückte, auf der Tribüne. Auch die beiden Trainer Brandon Reid und Pierre Beaullieu waren gekommen. Reid nahm mit einem IPad Spielszenen auf. Aus Landshut war Meister-Pinguin Günter Oswald angereist.

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Bei der Begrüßung der deutschen Mannschaft erhielt Daniel Pietta natürlich den größten Applaus. Der Krefelder Stürmer war im ersten Drittel an der Seite von Marcel Noebels und Leon Pföderl ein Aktivposten des DEB-Teams, das gegen das B-Team der Russen sehr gut mithielt. Selbst von einem Gegentreffer bei eigener Überzahl ließen sich die Deutschen nicht schocken.

Besonders im zweiten Drittel entwickelte sich ein schnelles und ausgeglichenes Match mit Torchancen auf beiden Seiten. Der frühe Ausgleichstreffer durch Leon Pföderl in Überzahl gab den Gastgebern Rückenwind. Die Russen antworteten schnell mit der erneuten Führung. Aber wieder war es Pföderl, der in Überzahl das 2:2 erzielte. Und Sekunden vor der zweiten Pause schloss Frank Mauer unter großem Jubel der Fans ein Solo zur Führung ab. Die Russen drängten im Schlussdrittel mächtig auf den Ausgleich. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe vergab Noebels eine gute Einschussmöglichkeit zur möglichen Vorentscheidung. Den Russen gelang zehn Minuten vor dem Ende der Ausgleich. In der Verlängerung schlugen sie nach wenigen Sekunden dann noch einmal zu und holten sich so den zweiten Punkt.

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