Stadt Kempen: Der Wintereinbruch und die Folgen

Stadt Kempen: Der Wintereinbruch und die Folgen

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es kreisweit zu 37 Unfällen, die laut Polizei auf den starken Schneefall zurückzuführen waren. Gestern sorgte die weiße Pracht ebenfalls für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Gestern Mittag präsentierte sich der Niederrhein wieder im wundervollen Winterkleid. Der neuerliche Schneefall sorgte auch dafür, dass sich beispielsweise auf dem Kempener Weihnachtsmarkt eine ganz besondere Atmosphäre entwickelte. Gleichwohl hatten die Verkehrsteilnehmer wieder mit den widrigen Straßenverhältnissen zu kämpfen. Obwohl die Winterdienste in den Städten und Gemeinden, vom Kreisbaubetriebshof oder vom Landesbetrieb Straßen NRW am Vormittag frühzeitig im Einsatz waren, um Straßen und Gehwege vorsorglich mit Salz, Sand oder Splitt möglichst schneefrei zu halten.

Die Mitarbeiter der Baubetriebshöfe waren vorgewarnt, hatte der starke Schneefall in den Abendstunden des Freitags und in der Nacht zum Samstag auch auf den Straßen im Kreisgebiet für starke Behinderungen gesorgt. Die Streu- und Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz. Und dennoch kam es kreisweit zu 37 Verkehrsunfällen. Wie die Polizei berichtete, blieb es dabei zumeist bei Blechschäden. Es gab insgesamt gottlob nur fünf leicht Verletzte. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt fast 70.000 Euro.

Einer der ersten Unfälle, der möglicherweise auf Straßenglätte und nicht angepasste Geschwindigkeit eines Autofahrers zurückzuführen war, ereignete sich am Freitag gegen 16.45 Uhr auf dem Kempener Außenring. Kurz vor der Kreuzung der B 509 mit der Vorster Straße war - wie bereits am Samstag berichtet - ein Autofahrer aus Nettetal auf den Wagen eines Grefrathers aufgefahren, der verkehrsbedingt anhalten musste. Der Wagen des Grefrathers wurde auf den vor ihm anhaltenden Wagen eines Kempeners geschoben. Der Grefrather wurde bei dem Unfall leicht, seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz schwer verletzt.

Die Niers ins Winterkleid gehüllt. Diese Aufnahme entstand gestern Nachmittag im dichten Schneetreiben in der Nähe vom Sportplatz in Oedt. Foto: Norbert Prümen
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In der Nacht zum Samstag kam ein Kleinwagen auf der Mülhausener Straße zwischen Süchteln und Oedt auf schneeglatter Fahrbahn von der Straße ab und rutsche ins Feld. Auf der Tönisvorster Straße am Ortsausgang von Süchteln in Richtung Vorst kam ebenfalls ein Wagen von der Fahrbahn ab. Er überschlug sich und landete im Feld. Hier musste die Feuerwehr bei der Bergung der Fahrzeuginsassen helfen.

In Willich und St. Tönis mussten Feuerwehrleute am Samstag ausrücken, um die Folgen des Schneefalls zu beseitigen. An der Willicher Straße in St. Tönis musste die Wehr einen Baum, der unter der Schneelast umzustürzen drohte, in sechs Meter Höhe mit der Säge kappen.

Der Löschzug Willich rückte gegen 13 Uhr aus, weil das Vordach eines Firmengebäudes an der Frankenseite vermutlich durch die Schneemassen eingestürzt war. Dabei wurde eine Frau leicht verletzt und vom Rettungsdienst versorgt. Ein Mann konnte sich durch einen Sprung retten. In Kempen blieb die Lage für die Feuerwehr am Freitagabend und Samstag ruhig, berichtete Feuerwehrspreche Johannes Dicks auf Anfrage der RP.

(RP)