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Der Sommerleseclub der Stadtbibliothek Kempen startet

Stadtbibliothek : Grünes Licht für alle Leseratten

In der Kempener Stadtbibliothek gründet sich wieder der Sommerleseclub. Die Kinder können in einem gesonderten Raum in Ruhe lesen. Sie können ein Logbuch gestalten und Stempel sammeln.

Hunderte von Büchern warten auf viele Kinder und Erwachsene, die sich in diesem Jahr am Sommerleseclub der Stadtbibliothek beteiligen wollen. Wieder kann sich die Bibliothek über eine großzügige Bücherspende des Moses-Verlags freuen. Nina Tebartz und Friederike Wehse kamen am Donnerstagmorgen mit ihren Bücherschätzen in der Bibliothek im Kulturforum Franziskanerkloster an. Weiterhin wird das Projekt landesweit vom Kultursekretariat Gütersloh und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

Bürgermeister Volker Rübo und Bibliotheksleiterin Ursula Wiltsch freuten sich über das erneute Geschenk des Kempener Verlages. Das tat übrigens auch Ella (14), die gerade ein Tagespraktikum in der Stadtbücherei machte und dafür genau den richtigen Tag erwischt hatte. Sie liest nämlich sehr viel, hat auch selbst schon am Sommerleseclub teilgenommen. Ella liebt die Vielfalt der Bücherwelt. Fantasybücher favorisiert sie, aber es dürfen auch lustige oder spannende Sachen sein. Zu Hause gibt es bereits viel Literatur, außerdem besitzen ihre Mutter und ihre Geschwister Bibliothekskarten. Im vergangenen Jahr gewann sie einen Preis beim Club. Ob sie das dieses Jahr schaffen würde, war sie sich nicht sicher, denn zunächst stehen erst einmal Ferien im Allgäu an. Aber einen Stapel aus dem Angebot hatte sie sich schon ausgesucht.

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Damit hatte sie noch ein exklusiveres Recht als andere Teilnehmer. Denn die Bücher für den Club stehen in der Schola unterm Dach des Kulturforums. In jedem Jahr bemüht sich das Team der Bibliothek hier einen ganz besonderen gemütlichen Leseraum zu schaffen. Alle Bücher und Hörbücher sind speziell mit einem Aufkleber gekennzeichnet und stehen während der Ferien nur den Teilnehmern zur Verfügung. Jeder erhält ein Logbuch, in dem die Bücher beschrieben werden können oder Leseerlebnisse notiert und gezeichnet festgehalten werden. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es war erstaunlich, welche Ideen da im letzten Jahr umgesetzt wurden. Teilweise reichten die Seiten des kleinen Heftchens noch nicht einmal dafür.

Zusätzlich erhält jeder Teilnehmer einen Stempel für jedes gelesene Buch, dessen Inhalt er wiedergeben kann. Dafür standen im letzten Jahr 17 Ehrenamtler bereit, die sich die Zeit nahmen, die Geschichten anzuhören. Man kann entweder alleine lesen oder sich in Gruppen von zwei bis fünf Mitgliedern zusammen tun. Erfahrungsgemäß sind die meisten zwischen acht und zwölf Jahren alt, so Wiltsch. Etwa 60 Prozent davon sind Mädchen. Aber im Angebot gibt es auch viele Themen, die Jungen anlocken, so dass hier auch eine ansehnliche Nachfrage herrscht. Für mindestens drei Stempel für Bücher, Hörbücher oder die Teilnahme an begleitenden Workshops gibt es am Ende bei der großen Abschlussparty eine Urkunde. An besondere Vielleser oder für besonders fantasievolle Leselogbücher werden sogar Pokale verliehen. Insgesamt gibt es während der Zeit fünf begleitende Veranstaltungen. Am Anfang steht der Astrid-Lindgren-Tag am 7. Juli. Dann gibt es einen Greenscreenworkshop. Oder auch einen Vormittag, der Experimenten gewidmet ist. Immer wieder beliebt ist das Malen von Mangas und Basteln von Lesezeichen. Wer möchte kann sich auch an einem Kurzcomic versuchen.