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Kempen: Der Lederzauberer

Kempen : Der Lederzauberer

Es ist ärgerlich, wenn die Ledergarnitur Risse oder der Ledersitz im Porsche einen Brandfleck hat. In solchen Fällen hilft der „Lederzauberer“. Er heißt Andreas Follmann und hat seinen Betrieb am Honnendorp in Voesch.

st. hubert Andreas Follmann ist Experte für Lederreparaturen aller Art und hat reiche Berufserfahrung: Er übernahm seinen Betrieb vor 14 Jahren und baute ihn aus. Einen Zweitbetrieb unterhält er heute noch in Rheinland-Pfalz: in Ruppertsweiler bei Pirmasens. Zufriedene Kunden bescheinigen Follmann Termintreue, herausragende Arbeit sowie ein gutes und zuverlässiges Handwerk. Zu den Kunden zählen neben Privatkunden vor allem Möbelhäuser. Möbelreparaturen machen den weitaus größten Anteil bei den Kunden aus. Aber auch Autohäuser, vor allem der Nobelmarken mit teuren Lederausstattungen, verlassen sich auf die Arbeit Follmanns, der es wieder richten muss, wenn etwas gründlich daneben gegangen ist. Das Porschezentrum in Moers ist längst ein regelmäßiger Kunde.

Fluggesellschaften

Ein Markt der Zukunft könnten die Fluggesellschaften werden: Die meisten Flieger werden heute mit Ledersitzen ausstaffiert, weil sie besser und einfacher zu reinigen sind. Die Kontakte der Firma zu Fluggesellschaften gibt es bereits. „Das ist aber sicherlich noch ausbaufähig“, sagt Follmann.

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Nicht zuletzt auch die Versicherungsgesellschaften benötigen seine Dienste, fast alle Haftpflichtversicherungen arbeiten mit dem St. Huberter Lederservice zusammen:Da wird Follmann auch schon mal als Gutachter tätig, außerdem hält er Vorträge und berät, wie man geringe Schäden an Ledergarnituren so ausbessern kann, dass es niemand erkennt und die alte Couch noch wie eine ganz neue aussieht. Seine Tricks verrät er nicht, aber dass es um Arbeitsschritte geht wie Reinigen, Säuregehalt wieder herstellen, Entfetten und Einfärben darf jeder wissen. Die Kunden kommen aus ganz Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz.

Einfach unsichtbar

Stets gelingt es Follmann, das gute Lederstück mit Hilfe eines besonderen Systems zu reparieren und die schadhafte Stelle unsichtbar zu machen. Selbst einen zwei Eurostück großen Brandschaden in einer teuren Sitzgarnitur kann er reparieren, indem er das verhärtete Leder um die beschädigte Stelle entfernt und ein neues Stück ähnlicher Narbung einpasst. Danach wird eine Spezialpaste aufgetragen, die eine Verbindung mit dem Leder eingeht. Durch Nacharbeiten mit dem dafür angemischten Farbton wird die beschädigte Stelle auch für ein geübtes Auge unsichtbar. Neben der nahtlosen Beseitigung der Schäden werden auch kreative Näharbeiten bei Nubuk, geschliffenem Leder, bei Velouren und anderen Stoffen durchgeführt. Das alles braucht viel Erfahrung, Geduld und Geschicklichkeit. Über die verfügt der „Lederzauberer“ vom Niederrhein in reichem Maße.

(RP)