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Stadt Kempen: "Der Berger Treff ist nix Katholisches"

Stadt Kempen : "Der Berger Treff ist nix Katholisches"

Der Geruch vonn frisch aufgebrühtem Kaffee liegt in der Luft. Dazu summt und brummt es wie in einem Bienenstock. An den zusammengeschobenen Tischen im katholischen Pfarrheim in Tönisberg sitzen rund 50 Senioren und lassen sich Kaffee und Kuchen schmecken. Dazu wird fleißig geklönt. "Ich freue mich, dass so viele Senioren zu unserem allerersten Berger Treff gekommen sind", sagt Kempens Sozialsamtsleiterin Petra Sdunek strahlend. Und mit ihr strahlen die zehn ehrenamtlichen Helferinnen, die den Berger Treff ab sofort begleiten.

"Heute sind wir alle da. In Zukunft werden je zwei von uns jeweils dienstags vor Ort sein", berichtet Rita Ulschmid, die eine von zehn Ehrenamtlerinnen ist. "Das ist Tönisberg, eine Dorfgemeinschaft. Da tut Jung was für Alt. Wir selber werden ja auch alt. Das ist aktive Vorsorge, was wir hier betreiben", sagt Mithelferin Marlene Pauck.

Ein festes Programm für den Berger Treff haben die Ehrenamtlerinnen, die wiederum von Hildegard Steffens-Speidel, Leiterin des Karl-Rudolph-Hauses in St. Hubert, betreut werden, nicht geplant. Man will individuell auf die Besucher eingehen "Wir möchten in erster Linie eine Stelle schaffen, wo man sich ungezwungen treffen, einen Kaffee trinken und klönen kann", bemerkt Ulschmid. Dann wolle man sehen, was gewünscht werde und das hinge unter anderem vom Besuch der jeweiligen Altersgruppe ab. Spiele wurden allerdings bereits angeschafft und eine erste Anfrage nach einer Skatrunde steht auch schon im Raum.

"Ich bin begeistert über das neue Angebot. Jetzt kommt zwar der Frühling, aber der nächste Winter mit seinen langen Abenden steht auch wieder ins Haus. Und dann denke ich, ist es besonders schön, wenn man sich hier treffen kann", äußert sich Adele Herkens. Dem kann sich Helene Sauels nur anschließen. Die Seniorin begrüßt das Angebot ebenfalls. "Eine Gesellschaft ist so gut, wie die einzelnen Mitglieder der Gesellschaft es sind", bemerkte Kempens Bürgermeister Karl Hensel bei seiner feierlichen Eröffnungsansprache und lobte das ehrenamtliche Engagement der zehn Frauen. Man habe einen neuen Kommunikationspunkt geschaffen und er hoffe, dass dieser in der Zukunft weiterhin so gut besucht werde, wie heute.

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Pfarrer Norbert Derrix betonte nochmals, dass der Berger Treffer nix Katholisches sei, auch wenn der Treff in den Räumen des katholischen Pfarrheimes beheimatet sei. "Jeder kann kommen, und darauf freue ich mich", sagte Derrix.

Öffnungszeiten jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr, katholisches Pfarrheim, Bergstraße. Teilnehmer müssen 60 Jahre oder älter sein.

(RP)