Der 7. Kempener Literaturwettbewerb ist ausgeschrieben.

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Literaturwettbewerb mit Poetry Slam

Der 7. Kempener Literaturwettbewerb ist ausgeschrieben. Bis zum 30. Juni können wieder Kinder, Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Kategorien Lyrik, Song- und Prosatexte an den Buchverlag Kempen (BVK) einsenden.

In der sechsten Runde des Kempener Literaturwettbewerbs gingen 2017 rund 300 Einsendungen ein. Seit seiner Gründung vor zwölf Jahren zieht er immer weitere Kreise. Waren am Anfang Kempen und die Region am Niederrhein vorherrschend, kommen die Beiträge mittlerweile aus allen Ecken der Republik und sogar darüber hinaus aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Am Donnerstag luden Hans-Jürgen van der Gieth vom Buchverlag Kempen (BVK) und Bürgermeister Volker Rübo ins Rathaus ein, um den Start des siebten Kempener Literaturwettbewerbs zu verkünden. Bis zum 30. Juni können wieder die Arbeiten in den Kategorien Lyrik/Songtexte und Prosa, aufgeteilt in Kinder, Jugendliche und Erwachsene, an den BVK geschickt werden (BVK Buch Verlag Kempen GmbH, St. Huberter Straße 67, 47906 Kempen, Stichwort: Literaturwettbewerb). Im Spätsommer wird dann eine 15- bis 20-köpfige Jury in jeder Kategorie drei Sieger ermitteln. Es gibt zwar keine Geldpreise, aber eine Preisverleihungsfeier im Herbst und später eine Veröffentlichung der besten Einsendungen in einer Anthologie. Es empfiehlt sich, die Teilnahmebedingungen genau zu lesen und einzuhalten. Anderenfalls werden die Beiträge nicht zum Wettbewerb zugelassen. So gab es anfangs handgeschriebene Texte unter den Einsendungen oder vielfach auch viel zu lange Texte. Ein Thema wird in den Kategorien Prosa und Lyrik nicht vorgeschrieben (Teilnahmebedingungen genau unter: www.kempener-literaturwettbewerb.de, www.buchverlagkempen.de oder www.kempen.de).

Janina Haselbach und Lea Rohe vom Marketing des Verlages haben sich für den Wettbewerb eine Neuerung ausgedacht. Es gibt eine neue Kategorie für Poetry Slam, einen literarischen Vortragswettbewerb, der Ende der 1980er Jahre aufkam. Das Publikum stimmt über die Sieger ab. Das geht natürlich beim Kempener Literaturwettbewerb nicht. Die Kategorie Poetry Slam richtet sich an ganze Klassen, die einen Text gemeinsam einreichen oder sogar ein Video mitschicken können. Das ist aber keine Pflicht, sondern Kür. Für Grundschulen bis 4. Klasse gilt es, das Thema „Pech“ zu beackern, für die weiterführenden Schulen ab 5. Klasse das Thema „Wimpernschlag“. Anders als beim Poetry Slam auf der Bühne soll nicht eine Einzelperson im Rampenlicht stehen. Vielmehr wollen die Initiatoren den Klassenzusammenhalt fördern. Beim BVK ist man gespannt, ob und wie sich die Lehrer auf so ein Experiment einlassen. Zu gewinnen gibt es Sachpreise.

Der BVK, vor 23 Jahren in Kempen gegründet, erstellt in erster Linie Unterrichtsmaterialien mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen erfolgreiches Lernen zu ermöglichen und Lehrern die Arbeit zu erleichtern. Als die Gründer des Kempener Literaturwettbewerbs vor zwölf Jahren zusammensaßen, stand das Ziel Lese- und Schreibförderung im Vordergrund. Und die sind Hans-Jürgen van der Gieth heute noch genauso wichtig, in Zeiten der Smartphones und Tablets vielleicht sogar noch wichtiger. Gestern hielt van der Gieth im Rathaus jedenfalls ein flammendes Plädoyer für die grundlegenden Kulturtechniken Lesen und Schreiben, die Voraussetzungen für Lösungskompetenz im Alltag wären. Er bekäme „graue Haare“, wenn er sehe, wie blindwütig und blauäugig die Politik an die Digitalisierung der Schulen herangehe – ganz ohne didaktische Konzepte. Es gebe keine einzige Studie, so van der Gieth, die aufzeige, dass digitales Lernen zu Lernerfolgen führe. Es gebe jede Menge Studien, die genau zum Gegenteil kämen. Die Computerkonzerne wollten nur „ihre Klamotten loswerden“. Hans-Jürgen van der Gieth hat zu dieser Fragestellung auch bereits Kontakt zu Professor Manfred Spitzer, ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Klinik in Ulm und Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen, aufgenommen. Spitzer beschrieb in Büchern, wie die Digitalisierung „uns und unsere Kinder um den Verstand bringt“.

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