1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Stadt Kempen: Denkanstöße für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen

Stadt Kempen : Denkanstöße für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen

Die Multivisionsschau "REdUSE" hat am Thomaeum Station gemacht. Das Thema Nachhaltigkeit rückte bei allen Schülern in den Mittelpunkt.

Der gerade gezeigte Film lässt die Schüler der Q 1 und Q 2 des Thomaeums erst einmal schweigen. Die Bilder vom Abbau seltener Erden wie unter anderem Koltan, das zum Beispiel von der Elektronikindustrie genutzt wird, lösen ungläubige Blicke aus. Einsatz in Minen unter unvorstellbaren Arbeitsbedingen, Flächen, die aussehen, als würde dort nie wieder etwas wachsen, das Abholzen von Regenwald für Plantagen - was in anderen Ländern passiert, damit der Konsum in der westlichen Welt floriert, erschreckt. "Wir müssen uns mit der Frage der Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Wie können wir unsere Bedürfnisse befriedigen, ohne zu riskieren zukünftigen Generationen diese Möglichkeit zu nehmen?", sagt Jonas Laß. Eine Frage, auf die der Moderator der Multivisionsschau "REdUSE" auch direkt Antworten hat. Rund um das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz drehte sich jetzt alles im Thomaeum. Nachdem die Multivision schon vor drei Jahren mit dem "Ökologischen Fußabdruck" zu Gast im Kempener Gymnasium war, wurde das Thema nun mit "REdUSE" erneut aufgegriffen. Wobei die Bildungskampagne, in der die Wörter reduce, reuse und recycle stecken, in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW und OXFAM Deutschland erstellt wurde.

Laß verdeutlichte die Bedrohung der Ressourcen, die derzeit übernutzt werden, was wiederum zu einem völligen Versiegen führen kann. Dieser Ressourcenhunger geht auf Kosten von Menschen und Umwelt. Wobei auch die aktuelle Übernutzung der nachwachsenden Rohstoffe eine große Rolle spielt. Der Moderator zeigte auf, dass es gerade die kleinen Dinge sind, mit denen ein jeder einzelner etwas verändern kann. Muss es immer das neueste Handy sein? Funktioniert ein Einkauf nicht auch ohne Plastiktüte? Kann Bekleidung nicht ein Stück weit second-hand gekauft werden? Es geht aber noch einfacher: Die Brotdose anstelle eines in Aluminiumfolie gewickelten Butterbrotes mitnehmen, die Wasserflasche daheim auffüllen und einpacken, als eben schnell die Einwegflasche auf dem Weg zur Schule oder Arbeit zu kaufen, die danach in den Müll fliegt.

Die Schüler diskutierten mit Laß und wägten Dinge ab. Ist es sinnvoller, anstelle von Papier alles über einen Tablet-PC zu machen? Bedeutet weniger Konsum eine verminderte Lebensqualität? "Die Kernfrage ist, wie jeder in Zukunft leben möchte. Hier geht keiner raus und ändert sein Leben komplett. Aber ich denke, es ist Neugierde entstanden und jeder schaut sich einen Punkt näher an. Jeder kann tolle Entscheidungen fällen und aus der Zukunft etwas machen", betonte Laß. Er zeigte Einflussmöglichkeiten auf und hob hervor, dass viele kleine Einzelentscheidungen in der Summe gesehen viel ausmachen würden.

(tref)