Stadt Kempen: Den Einzelhandel im Zentrum stärken

Stadt Kempen: Den Einzelhandel im Zentrum stärken

Die Angebote bei fünf Fachbüros sind bereits eingeholt, das notwendige Geld ist im Haushalt verbucht. Anfang Februar soll die Politik entscheiden, welches Unternehmen mit dem neuen Einzelhandelskonzept beauftragt wird.

Das erste Konzept zur Sicherung der Einzelhandelsstruktur in Kempen stammt aus dem Jahre 1994. Ziel war es damals, die lebendige Innenstadt zu erhalten. Die Kempener Altstadt ist seit Jahren als Einkaufszentrum bei Kunden aus der Thomasstadt und darüber hinaus sehr beliebt. Sie ist geprägt durch ein vielfältiges Angebot an Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie. Für viele Kunden zählt hier besonders das Einkaufserlebnis im Ambiente der historischen Altstadt. Davon profitiert der örtliche Handel in besonderem Maße. Leer stehende Ladenlokale gibt es - im Vergleich zu anderen Orten in der Region - kaum. Und wenn es sie gibt, sind sie nach relativ kurzer Zeit wieder belegt. Dabei profitiert Kempen seit vielen Jahren von einem guten Miteinander von Stadtverwaltung und Handel. Im Kempener Rathaus kümmert sich Christoph Dellmans ums so genannte Citymanagement, ist Ansprechpartner für Hauseigentümer, Geschäftsleute und den Werbering.

Foto: WOLFGANG Kaiser

Auch wenn die Verhältnisse in Kempen beinahe optimal sind, gibt es nichts, was nicht noch zu verbessern wäre. Das Einzelhandelskonzept von 1994 wurde 2004 zuletzt aktualisiert und inhaltlich den damaligen Entwicklungen im Einzelhandel angepasst. Seitdem hat sich einiges in der Einzelhandelslandschaft verändert. Dem soll eine erneute Aktualisierung des Konzepts Rechnung tragen.

Die bestehenden Strukturen sollen nun auf den Prüfstand. Die Politik hat auf Antrag der CDU-Stadtratsfraktion einem entsprechenden Vorgehen zugestimmt. Die Politik hält grundsätzlich am bestehenden Zentrenkonzept fest. Das habe sich über Jahre bewährt und eine lebendige Innenstadt garantiert, sagt stellvertretend der CDU-Fraktionsvorsitzende Wilfried Bogedain. Die Fortschreibung des Konzeptes soll vor allem zu einer besseren Rechtssicherheit beitragen.

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Die Entwicklung in den vergangenen Jahren ist klar: Es gibt einen Trend zur Großflächigkeit bei den Nahversorgern, die Konkurrenz des Online-Handels nimmt zu, Fabrikverkäufe oder Bauernläden am Ortsrand belasten den Handel in den Ortskernen. Das ist zwar kein spezielles Kempener Problem, macht sich aber auch in der Thomasstadt bemerkbar.

Das neue Konzept soll nach Angaben des zuständigen Technischen Beigeordneten Stephan Kahl neben einer Bestandsanalyse die zentralen Versorgungsbereiche neu abgrenzen und Perspektiven für die Nahversorgung etwa im neuen Wohnquartier Kempen-West, aber auch in St. Hubert und Tönisberg liefern. Der Konzeptauftrag soll Anfang Februar im zuständigen Planungsausschuss vergeben werden, fünf Angebote von Fachbüros liegen im Rathaus vor. Im Laufe dieses Jahres soll das Konzept dann vorgelegt werden.

(RP)