Das Oedter Rathaus bekommt eine Rampe für Rollstuhlfahrer

Grefrath : Das Oedter Rathaus bekommt eine Rampe für Rollstuhlfahrer

Schon seit einiger Zeit diskutiert die Politik über einen barrierefreien Zugang zum Oedter Rathaus. Dort finden in der Regel die Ausschuss- und Ratssitzungen statt. Nun ist eine Lösung in Sicht. Acht Varianten hatte die Gemeindeverwaltung erarbeitet, um auch Rollstuhlfahrern oder Menschen mit Rollator den Zugang zu ermöglichen.

Diese wurden nun im ­Bau-, Planungs- und Umweltausschuss beraten. Die meisten Vorschläge fielen bei der Politik aber durch, weil man bei Lösungen wie Lift oder Hebebühne eine Hilfsperson benötige. Das habe auch was mit Würde zu tun, dass die Menschen selbstständig bis zur Tür kämen, sagte SPD-Fraktionschef Bernd Bedronka.

Bauamtsleiter Norbert Enger gab zu bedenken, dass man spätestens an der Tür eine Hilfsperson brauchen würde. Man habe mit einem Schreiner gesprochen. Das Ergebnis war, dass man die schwere alte Holzeingangstür nicht so umbauen könne, dass sie auf Tastendruck geöffnet werden könne. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für eine doppelläufige gepflasterte Rampe zum Haupteingang aus.

2002 war ein Aufzug stillgelegt worden, weil er nicht mehr repariert werden konnte. Eine Neuanschaffung war zu teuer. Nun ist mit der Rampe eine Lösung in Sicht. Der Vorteil aus Sicht der Gemeinde: Im Gegensatz zu einem Aufzug oder einer Hebebühne hat man bei der Rampe keine Wartungskosten. Der Bau soll 47.500 Euro kosten. Doppelläufig heißt, dass es in zwei nebeneinander liegenden Spuren hoch geht, man also einmal um die Ecke fahren muss. Das ermöglicht eine längere Strecke und damit eine geringere Steigerung.