Stadt Kempen Das Neubaugebiet soll weiter wachsen

Stadt Kempen · "An der Kreuzkapelle" im Kempener Süden sollen weitere Flächen vermarktet werden. Für die weiteren beiden Abschnitte werden demnächst die Planstraßen gebaut. Die Politik stimmte dem Vorhaben gestern Abend zu.

 An der Einmündung der Dieckmannstraße in die St Töniser Straße in Kempen soll eine neue Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer entstehen. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht eine größere Grünanlage. Im Hintergrund ist das neue Mehrgenerationenwohnhaus zu erkennen.

An der Einmündung der Dieckmannstraße in die St Töniser Straße in Kempen soll eine neue Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer entstehen. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht eine größere Grünanlage. Im Hintergrund ist das neue Mehrgenerationenwohnhaus zu erkennen.

Foto: Kaiser

Politisch gibt es bei dem Thema keinerlei Diskussionen. So auch gestern Abend in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz des Kempener Stadrates. In der letzung Sitzung des Ausschusses vor den Kommunalwahlen gaben die Politiker unter anderem auch den Weg frei für das Ausbauprogramm für die weiteren Planstraßen im Neubaugebiet "An der Kreuzkapelle" im Kempener Süden.

Nachdem im aktuellen Bauabschnitt fast alle Grundstücke verkauft sind und die meisten Häuser - unter anderem das Mehrgenerationenwohnhaus des Vereins "Besser gemeinsam Wohnen" - bereits bezogen sind, soll es noch in diesem Jahr in dem Neubaugebiet im Bereich Kempener Außenring und St. Töniser Straße zügig weitergehen. Die nächsten Flächen sollen vermarktet werden. Das Interesse bei Bauwilligen ist weiterhin groß. Der Stadt Kempen liegen bereits etliche Anfragen vor. Doch zunächst müssen die noch freien Flächen erschlossen werden, müssen die Versorgungsleitungen gelegt und die Straßen gebaut werden.

Die Vorarbeiten sind bereits weit gediehen. So wurde in den vergangenen Monaten der Lärmschutzwall entlang des Außenrings in Richtung Kreuzung St. Töniser Straße verlängert. An der St. Töniser Straße selbst wurden im Frühjahr zwei kleinere Bäume, die einer weiteren Anbindung des Baugebietes an die Straße im Weg gestanden hätten, gefällt. Zudem wurde das Gelände unmittelbar an der kleinen Kreuzkapelle, die dem gesamten Baugebiet den Namen gibt, für die Gestaltung einer großzügigen Grünanlage vorbereitet.

Als Ergänzung zur vorhandenen Straße "An der Kreuzkapelle" soll der "Alte Prozessionsweg" in Richtung Lärmschutzwall verlängert werden. In einem zweiten Schritt werden die Selma-Bruch-Straße erweitert sowie der Isaak-Kounen-Weg als neue Anbindung an die St. Töniser Straße gebaut.

In allen Planstraßen, so erläuterte gestern Abend der Technische Beigeordnete Stephan Kahl im Planungsausschuss, werden Schmutz- und Regenwasser-Kanäle verlegt. Die grundsätzliche Gestaltung der neuen Straßen entspricht den bisher im Neubaugebiet im Kempener Süden angelegten Straßen. Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang auf die Straßen, die im Bereich östlich der Vorster Straße entstanden sind. Die weiteren Abschnitte an der Kreuzkapelle werden als Tempo-30-Zone oder als verkehrsberuhigter Bereich (Stichwort: Spielstraße) ausgewiesen. Im gesamten Baugebiet werden öffentliche Stellplätze für Autos angelegt, außerdem dort Bäume gepflanzt. Baumbeete werden außerdem angelegt, um den Verkehr in dem Wohngebiet auszubremsen.

Um eine gefahrlose Querung der St. Töniser Straße für Fußgänger und Radfahrer aus dem östlich der St. Töniser Straße liegenden Baugebiet in das neue Erschließungsgebiet, vor allem in die künftige Grünanlage an der Kreuzkapelle, zu ermöglichen, wird es an der Einmündung der Dieckmannstraße einen Zebrastreifen mit Mittelinsel geben.

Für die Herstellung der neuen Straßen sind bereits Kosten in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro im städtischen Haushalt für das laufende Jahr eingeplant. Außerdem sind für den Kanalbau etwa 420 000 Euro veranschlagt. Auch diese Summe ist im städtischen Haushalt vorgemerkt.

Ein weiteres Ziel ist die Verlängerung des Lärmschutzwalls entlang des Kempener Außenrings bis zur Kreuzung St. Töniser Straße. Geplant ist ferner, den Wall ein Stück entlang der St. Töniser Straße bis etwa zur Einmündung der künftigen "Isaak-Kounen-Straße" herumzuziehen. An der geplanten Grünfläche an der Kreuzkapelle wird es keinen Lärmschutzwall geben.

(RP)
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