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Coronvirus Kempen: Drei neue Infizierte - Grundschule und drei Kitas geschlossen

Drei neue Corona-Fälle in Kempen : Grundschule und drei Kitas in Kempen dicht

Wegen neuer Corona-Fälle schließt die Stadt Kempen für zunächst zwei Wochen die Grundschule St. Hubert und drei Kitas. Kreisweit gab es am Donnerstagnachmittag 13 infizierte Personen. Der Kreis schließt Klassen und eine Kita.

Seit Donnerstagnachmittag gibt es kreisweit insgesamt 13 mit dem Coronavirus infizierte Personen, sieben Erkrankte kamen seit Mittwoch dazu. Kreis und Kommunen erhöhen daher die Sicherheitsmaßnahmen. Nachdem am Mittwoch bereits die Stadt Willich die Grundschule und die DRK-Kita in Wekeln wegen möglicher Ansteckungsgefahr geschlossen hatte, musste die Stadt Kempen aufgrund von drei neuen Corona-Fällen im Stadtgebiet am Donnerstag die Grundschule St. Hubert und die drei Kitas St. Raphael (in St. Hubert) und Spatzennest sowie St.-Peter-Allee (beide Kempen) schließen. Die Einrichtungen sind von Freitag an bis einschließlich Donnerstag, 26. März, dicht. Eine Ganztagsbetreuung in der St. Huberter Grundschule findet nicht statt. Zudem wurde eine Kindertagespflegeeinrichtung geschlossen.

Die Stadt Kempen hat ihr Bürgertelefon (Ruf: 02152 917-4444) wieder freigeschaltet. Es ist von 10 bis 16 Uhr erreichbar. „Hier können Eltern und Lehrer anrufen, wenn Fragen zu Schul- oder Kita-Schließungen bestehen“, teilte Stadtsprecher Christoph Dellmans mit. Außerdem bittet die Stadtverwaltung die Bürger, aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr von persönlichen Besuchen im Rathaus und seinen Dienststellen vorläufig abzusehen. Anliegen sollten in erster Linie telefonisch oder per E-Mail erledigt werden. Terminvereinbarungen sind im Einzelfall möglich.

Der Kreis Viersen hat am Donnerstag drei Klassen des Berufskollegs in Viersen-Dülken und die DRK-Kita in Elmpt wegen der Corona-Gefahr geschlossen. Neben den drei neu infizierten Kempenern sind nun auch drei Viersener positiv auf das Virus getestet worden. Ebenfalls einen neuen Corona-Krankheitsfall meldet der Kreis für Willich. Die Kreisverwaltung hat ihr Bürgertelefon im Viersener Kreishaus (Ruf: 02162 5019350) aufgrund der Vielzahl von Anfragen personell aufgestockt. Es ist täglich von 8 bis 19 Uhr besetzt.

In der Stadt Willich, in der es inzwischen drei bestätigte Corona-Fälle gibt, beschäftigt man sich unter anderem mit der Frage, welche Veranstaltungen stattfinden können und welche nicht. Die Verwaltungsleitung habe sich dazu entschlossen, das Thema „möglichst differenziert und mit Augenmaß zu behandeln“, sagte Bürgermeister Josef Heyes. Keinen Spielraum lasse der Erlass des Gesundheitsministeriums bei allen Veranstaltungen mit einer Besucheranzahl von mehr als 1000 Personen: Diese müssen abgesagt werden, wie beispielsweise das Märzenfest des ASV, das eigentlich um den 21. März stattfinden sollte.

Veranstaltungen, zu denen weniger als 1000 Gäste kommen, können nach Risikoabwägung unter Auflagen erlaubt werden. Diese Abwägung treffe die Willicher Ordnungsbehörde anhand der vom Kreis Viersen zur Verfügung gestellten Kriterien, die wiederum auf den Kriterien des Robert-Koch-Institutes beruhen. Zur Beurteilung herangezogen werden gute Belüftung der Räumlichkeiten, Möglichkeiten der Handhygiene, Vermeidung von engen körpernahen Kontakten, Auslegung von Namenslisten, in die sich Besucher eintragen und Einschätzung des wahrscheinlichen Besucherpotentials (Anzahl der Personen, Alter, Vorschädigungen). Jeweils eine Woche vor einer Veranstaltung wird es also auch unter diesen Kriterien eine Risikobewertung geben, die dann unmittelbar vor der Veranstaltung erneut überprüft wird.

Kurzfristig hat die Willicher Verwaltung jetzt entschieden, die Kabarett-Veranstaltung am Freitag, 13. März, (Maria Vollmer mit „Push-up, Pillen und Prosecco“) in der Motte auf Schloss Neersen stattfinden zu lassen. Die Entscheidungen über spätere Veranstaltungen würden so schnell wie möglich kommuniziert. Zudem bestehe die Möglichkeit, gekaufte Karten für städtische Veranstaltungen gegen Kostenerstattung zurückzugeben.