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Corona: Zahl der Infizierten im Kreis Viersen steigt weiter

Kreis Viersen : Corona: Zahl der Infizierten steigt auf 58 Menschen

Die Zahl der Corona-Fälle im Kreis Viersen steigt weiter an. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, waren am Mittwochmittag 58 Bürger mit dem Corona-Virus infiziert. Am stärksten betroffen ist Willich mit 22 Erkrankten.

In Kempen und Viersen gibt es jeweils neun Infizierte. In Grefrath gibt es sechs Fälle, in Tönisvorst fünf, in Niederkrüchten drei und in Schwalmtal zwei. In Nettetal und in Brüggen ist jeweils eine Persion infiziert. In diesen Zahlen sind noch nicht die Laboruntersuchungen der Abstriche berücksichtigt, die am Dienstag beim ersten Termin im mobilen Diagnose-Zentrum in Kempen genommen wurden. Mehr als 400 Menschen waren zu dem Termin gekommen. Die Testergebnisse sollen im Laufe des Donnerstags vorliegen.

Unterdessen haben Kreis Viersen und Kassenärztliche Vereinigung (KV) an die niedergelassenen Ärzte und Bürger appelliert, dass nur echte Verdachtsfälle in dem mobilen Diagnose-Zentrum auf das Coronavirus getestet werden. „Am ersten Tag beim Einsatz in Kempen hat sich gezeigt, dass viele Überweisungen ausgestellt wurden, ohne einen konkreten Verdachtsfall begründen zu können“, sagte der Kempener Hausarzt Dr. Arndt Berson, der an der Einrichtung des Zentrums beteiligt war und bei der Auftaktaktion selbst Abstriche vorgenommen hat. Zahlreiche Patienten hätten sich testen lassen wollen, obwohl sie nur leichte Symptome ohne Fieber gezeigt hätten und auch keinen Kontakt mit Infizierten hatten oder sich vorher in Risikogebieten aufgehalten haben, so Berson weiter. Außerdem hätten Arbeitgeber Mitarbeiter, die Symptome aufwiesen, zum mobilen Diagnose-Zentrum geschickt, auch wenn diese bereits vorher einmal negativ getestet worden waren. „Das geht nicht“, betonte Dr. Berson. „Die Kapazitäten des Zentrums werden dringend für echte Verdachtsfälle gebraucht“, betonte Kreis-Gesundheitsdezernentin Katarina Esser. Nur wer wirklich getestet werden müsse, könne getestet werden, so Esser, die auch Leiterin des Krisenstabes des Kreises ist.

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Neben Kempen, Viersen und Nettetal wird es auch in Willich eine Station für das mobile Diagnose-Zentrum geben. Damit reagieren Kreis und KV darauf, dass es in der Stadt Willich derzeit die meisten Corona-Fälle im Kreisgebiet gibt. Am Freitag sind Tests in der Zeit von 13 bis 16 Uhr auf dem Schützenplatz an der Bahnstraße in Alt-Willich möglich. Auch hier gilt: Eine Anmeldung durch einen Arzt ist erforderlich.

(rei)