Grefraths Wirtschaftsförderer Jens Ernesti : Firmen haben noch viele Fragen zu den Soforthilfen

Wirtschaftsförderer Jens Ernesti hält den Kontakt.

In Grefrath ist das Rathaus nach wie vor geschlossen, die meisten Dinge werden per Telefon oder E-Mail erledigt. Die Mitarbeiter machen also ihre Arbeit. Wirtschaftsförderer Jens Ernesti hat in diesen Tage sogar eine ganze Menge zu tun. Viele Unternehmen, sagt Ernesti im Telefonat mit der RP, hätten Fragen zu den Soforthilfen, die das Land Nordrhein-Westfalen in Aussicht gestellt hätte. Wegen eines Betrugsversuchs waren die Formulare vorübergehend von der Internetseite des Landes verschwunden. „Das hat für Verunsicherung gesorgt“, sagt Ernesti.

Er hat aktuell gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Lommetz intensive Kontakte zu Unternehmen, hilft ihnen am Telefon oder besucht sie persönlich unter Beachung der Sicherheitsauflagen.

Dabei hat er etwa erfahren, dass viele Firmen zurzeit den Kontakt zu ihrer Hausbank suchen, um zu klären, wie es nach der Krise weitergeht. Insgesamt gesehen seien momentan noch viele Fragen offen, zahlreiche Details seien seitens der Behörden noch nicht geklärt.

Wie steht es mit der Kommunalwahl, die für den 13. September vorgesehen ist?

Ernesti ist parteiloser Kandidat für den Posten des Bürgermeisters. Die Wahl solle möglichst stattfinden, sagt er. Problem seien die momentan geltenden Einschränkungen. Er müsse 170 Unterschriften vorweisen, das sei kein Problem. Unabhängige Kandidaten in größeren Städten hätte es ungleich schwerer. Außerdem möchte Ernesti – ebenso wie die anderen Kandidaten – natürlich noch etwas Wahlkampf betreiben und sich den Grefrather Bürgern näher vorstellen.

(hd)