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Corona: Erstmals Delta-Variante im Kreis Viersen nachgewiesen

Nettetaler infiziert : Erstmals Delta-Variante im Kreis Viersen nachgewiesen

Erstmals ist im Kreis Viersen die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Nach Kreisangaben wurde die Variante bei einem Nettetaler nachgewiesen. Der Landrat mahnt zur Vorsicht.

Im Kreis Viersen ist erstmals die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Dies teilte der Kreis am Donnerstag mit. Der Befund gehe auf eine Stichprobe mittels Genomsequenzierung zurück, die ein Labor nach den geltenden Regeln beauftragt und durchgeführt habe. Bei der infizierten Person handelt es sich nach Kreisangaben um einen Mann, der Anfang 50 ist und mit seiner Familie in Nettetal lebt.

Er habe geringe Symptome gehabt und seine Quarantäne schon am Mittwoch wieder beendet. Dass er mit der Delta-Variante infiziert gewesen sei, sei erst jetzt bekannt geworden, weil Sequenzierungen mehr Zeit beanspruchten als Typisierungen. Weitere drei Familienmitglieder, mit denen der Mann in einem Haushalt lebt, sind vorerst für insgesamt 28 Tage in Quarantäne, da keine Isolation im häuslichen Umfeld voneinander möglich war.

Auch die Ehefrau des Mannes wurde positiv getestet und gilt in diesem epidemiologischen Zusammenhang als ebenfalls mit der Delta-Variante infiziert. Das Gesundheitsamt stehe mit der Familie in einem engen Austausch, so der Kreis. Weitere Testungen seien bereits veranlasst.

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Die in Indien entdeckte Delta-Variante hat ihren Anteil an den Neuinfektionen in Deutschland binnen einer Woche deutlich gesteigert. Mit 6,2 Prozent in der Woche vom 31. Mai bis zum 6. Juni bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert-Koch-Instituts.

Landrat Andreas Coenen (CDU) mahnt zur Vorsicht: „Wir wissen, dass sich die Delta-Variante 40-mal so schnell verbreitet wie die anderen Varianten des Coronavirus. Dass sie unseren Kreis jetzt erreicht hat, zeigt, dass wir alle weiter sehr vorsichtig sein müssen – trotz der aktuell sehr niedrigen Fallzahlen.“ Hygienemaßnahmen seien weiter unbedingt nötig: „Nur so können wir vermeiden, dass wir die Corona-Regeln bald wieder verschärfen müssen.“

(biro)