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Corona belastet den Haushalt in Grefrath nicht so stark wie befürchtet

Corona und die Folgen : Geringere Belastung für Grefrather Haushalt als befürchtet

Kämmerer Andre Middelberg gab einen Überblick über die Corona-Folgen für den Haushalt. Die Lage sei besser als zunächst gedacht. Die Politik stellt sich aber darauf ein, dass die Pandemie die politische Arbeit noch länger erschweren könnte.

In der letzten Sitzung des Jahres hat der Grefrather Gemeinderat in der Turnhalle an der Bruckhauser Straße einige Beschlüsse auf den Weg gebracht. Wie schon im Haupt- und Finanzausschuss vorberaten, wurden die Gebührensatzungen verabschiedet und der Sperrvermerk für die Erweiterung des Lehrerzimmers an der Sekundarschule aufgehoben, sodass dort die Arbeiten nun beginnen können.

Zudem stimmte der Rat zu, dass der Stellenplan um eine Vollzeit- und zwei Teilzeitstellen erweitert wird. Eine neue Vollzeitstelle soll sich um die Digitalisierung in der Verwaltung kümmern. Zudem wird eine Teilzeitstelle im Bereich Pressearbeit und eine im Sachgebiet Soziales geschaffen.

Kämmerer Andre Middelberg gab einen Überblick über die Corona-Folgen für den Haushalt. Die Lage sei besser als zunächst gedacht. So rechnet Middelberg damit, dass am Ende des Jahres ein Betrag von 1,1 Millionen Euro weniger den Haushalt belastet, als zunächst angenommen.

Das liege zum einen daran, dass die Gewerbesteuer und der Anteil an der Einkommenssteuer besser ausfallen wird als erwartet. Zudem rechnet Middelberg damit, dass das Defizit des Eisstadions nun nicht so groß ausfallen wird, wie zunächst angenommen. 900.000 Euro hatte die Gemeinde dafür eingeplant.

Die Politik stellt sich auf jeden Fall schon mal darauf ein, dass die Pandemie die politische Arbeit noch länger erschweren könnte. Die Befugnisse des Rates können aktuell auf den Haupt- und Finanzausschuss, der weniger Mitglieder hat als der Rat, übertragen werden.

Diese Ausnahme ist zunächst bis zum 27. Januar befristet. Im Januar ist zwar keine Grefrather Ratssitzung geplant. Aber so ist man vorbereitet, falls die Frist verlängert wird oder im Januar dringende Entscheidungen anstehen.

Zudem wurde in der Ratssitzung der Neubau des Lehrschwimmbeckens in Grefrath Thema. Für die Maßnahme könnte eine Förderung von bis zu 1,5 Millionen Euro möglich werden. Ein Antrag dafür für das Jahr 2020 war abgelehnt worden. Nun arbeitet man an einem neuen Antrag für das Jahr 2021.

(ulg)