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CDU in Kempen beantragt Handlungskonzept im Personalbreich der Stadtverwaltung

CDU-Antrag zum demografischen Wandel : Dem Personalmangel bei der Stadt entgegenwirken

Die Kempener CDU fordert ein schlüssiges Handlungskonzept für den Personalbereich der Stadtverwaltung: In den nächsten zehn Jahre sind 196 Renteneinritte der Mitarbeitenden möglich.

Die CDU-Fraktion im Kempener Stadtrat mahnt die Kempener Stadtverwaltung, sich auf den demografischen Wandel rechtzeitig vorzubereiten. Um diese Forderung zu untermauern, hat die CDU nachgerechnet: „In den nächsten zehn Jahren werden laut Statistik 196 Mitarbeitende in den Ruhestand verabschiedet“, formulierte Jochen Herbst, Fraktionsvorsitzender der CDU, in einem Schreiben an Kempens Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos). Die CDU listet dabei auch die Daten für die einzelnen Dezernate auf. Auf das Dezernat A entfielen 21 mögliche Renteneintritte in den kommenden zehn Jahren, auf das Dezernat B 41, auf das Dezernat C 29 und auf das Dezernat D 61. Die jeweiligen Zuständigkeiten der Dezernate findet man unter www.kempen.de › Stadt & Rathaus › Verwaltungsgliederung. Aber auch der Bereich Kita und OGS ist betroffen: Hier sind 44 Renteneintritte möglich.

Nun hat die CDU-Fraktion beantragt, dass die Stadt Kempen ein Handlungskonzept erstellen soll, in dem geklärt wird, wie die Stadt dem demografischen Wandel entgegenwirken kann. Das Konzept solle spätestens in der ersten Sitzung des Personalausschusses im Jahr 2023 vorgelegt werden, teilte die CDU mit.

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In der Zukunft werde es immer schwieriger werden, neue Mitarbeiter zu finden, erklärte Jochen Herbst. Um auf einen Personalmangel und somit einem Fachkräftemangel vorbereitet zu sein, müsse die Stadt Kempen bereits jetzt die passenden Weichen stellen. Dabei sei es wichtig, die Anzahl der Ausbildungsplätze und somit die Anzahl der Nachwuchskräfte zu erhöhen. Besonders für den Bereich Kita und OGS beantragt die CDU-Fraktion, die Ausbildungsplätze erheblich zu erhöhen. Denkbar ist auch die Einführung eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in verschiedenen Bereichen.

Die CDU-Fraktion beantragt außederm, dass die Stelle „Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur“ bei der Aufstellung des Haushalts 2023 wieder berücksichtigt wird. Auch das Kulturamt werde in den nächsten Jahren vom demografischen Wandel betroffen sein. Ein „FSJ Kultur“ könne das Kulturamt unter Nutzung der neuen Medien bei der Entwicklung spezieller Projekte unterstützen, wie beispielsweise bei einer effizienteren und moderneren Werbung der Kulturveranstaltungen in der Bibliothek und im Museum.

(ure)