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CDU-Fraktion will schnelle Lösung fürs Kolpinghaus in Kempen

Pachtvertrag läuft aus : CDU will schnelle Lösung fürs Kolpinghaus

Der Pachtvertrag läuft aus. Ein Sanierungskonzept gibt es noch nicht. Die CDU will Planungssicherheit für Vereine.

Die Diskussion um die Zukunft des Kempener Kolpinghauses nimmt zu Beginn des neuen Jahres wieder an Fahrt auf. Wie berichtet, muss die Immobilie im Besitz der Stadt Kempen, das Haus mit angeschlossenem großen Veranstaltungssaal und Hotel, unter anderem aus Brandschutzgründen dringend saniert werden. Der Pächter hat den Vertrag mit der Stadt zum 31. März gekündigt. Derzeit ist unklar, wie es danach mit dem Haus weitergeht.

Nun meldet sich die Politik in der Angelegenheit zu Wort: „Seit Wochen machen auch wir uns große Sorgen um die Zukunft des Kempener Kolpinghauses“, so der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kempener Stadtrat, Jochen Herbst. Die CDU bedauert sehr, dass der Pachtvertrag mit der Familie Muratovic am 31. März endet. „Seit Oktober 2019 warten wir jetzt auf Ergebnisse, die im Rahmen eines Gutachtens ermittelt wurden. Dies haben wir bereits bei der Verwaltung im letzten Jahr angemahnt“, so Herbst. Kempen brauche eine Versammlungsstätte wie das Kolpinghaus.

Alle Nutzer des Kolpinghauses seien verunsichert und erwarteten eine schnelle Renovierung, so Herbst. Die CDU sei froh, dass die bereits gebuchten Veranstaltungen, vom traditionellen Bauernkaffee der Ortsbauernschaft am Dreikönigstag über den CDU-Neujahrsempfang am 10. Januar bis zu den Sitzungen der Kempener Karnevalsvereine im Januar und Februar noch stattfinden können. Für alle künftigen Veranstaltungen fordert die CDU nun schnelles Handeln seitens der Stadtverwaltung. Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die geplante Sanierung zeitnah und mit hoher Priorität umgesetzt wird. Sollten dafür keine freien Kapazitäten innerhalb der Verwaltung und Gelder vorhanden sein, wird die CDU-Fraktion die dafür nötigen Mittel kurzfristig beantragen. Herbst: „Hier wird jetzt eine schnelle Lösung erwartet.“ Die Kempener Vereine brauchten dringend Planungssicherheit.

Im Januar soll es Gespräche innerhalb der Verwaltung über die Zukunft des Kolpinghauses geben. Wie berichtet, gibt es Interessenten, die das Haus pachten möchten. Zuvor muss allerdings der Brandschutz geklärt werden. Die Stadt erwägt auch, vorübergehend ohne Pächter Einzelgenehmigungen für die Nutzung des großen Saals zu erteilen. Aktuelle Probleme mit der Sicherheit gibt es aus Sicht der Stadt nicht.