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CDU fängt Stimmungsbild zum Schulumbau in St. Hubert ein

St. Hubert : CDU fängt Stimmungsbild zum Schulumbau in St. Hubert ein

Nachdem kürzlich der Stadtrat mit der Mehrheit von CDU, FDP und Freien Wählern den geplanten Umbau der ehemaligen Johannes-Hubertus-Schule gestoppt hat, wird jetzt nach einer kleineren Lösung gesucht.

Um Ideen dafür zu sammeln, hatte der CDU-Ortsausschuss St. Hubert mit seinem Vorsitzenden Gero Scheiermann am Samstag vor der ehemaligen Schule einen Info-Stand aufgebaut. „Wir möchten dieses Gebäude weiterhin nachhaltig und effektiv nutzen“, sagte Gero Scheiermann in Anwesenheit der Kempener Partei- und Fraktionsspitze, Philipp Kraft und Wilfried Bogedain. Etwa 20 Interessierte kamen vorbei. Meist waren es Gemeinschaften, die das alte Schulgebäude bereits nutzen, so Heimatverein, Musikverein, Kendelbühne oder die Flüchtlingshilfe.

„Es wäre schön, wenn wir noch mehrere Räume so zu Versammlungszwecken nutzen könnten“, meinte der Geschäftsführer des Heimatvereins, Johannes Dicks. Er ist gleichzeitig der Vorsitzende der Kendelbühne, die dort Räume für die Proben oder die Requisiten nutzen. „Diese Räume reichen uns“, sagte Dicks. Was dem Feuerwehrmann nicht gefällt: „Die Rettungswege in den Obergeschossen sind nicht optimal.“

Auch die Flüchtlingshilfe, die unter anderem durch Ehrenamtskoordinator Bjarne Norlander vertreten war, hatte Verbesserungsvorschläge. Geplant sind in dem Gebäudekomplex vier Räume für die Flüchtlingsbetreuung herzurichten. Integrations-Lehrkraft Marie Weihrauch-Disselkamp wünscht sich bei bestimmten Integrationskursen kleinere Einheiten: „25 Menschen in einer Gruppe mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und Heimatsprachen sind einfach zu viel.“ Und Ehrenamtlerin Karin Schenk befürwortet mehr Platz, um nach diesen Kursen mit den Flüchtlingen im Gespräch zu bleiben.

Diskutiert wurden Ideen von CDU und Stadtverwaltung, dort zum späteren Zeitpunkt die Kindertagesstätte „Tabaluga“ und den Jugendtreff „Calimero“ unterzubringen. Eine neue Großtagespflege im Mitteltrakt ist bereits in Planung. „Wir brauchen jetzt sinnvolle Lösungen, das Abschlachten des Beigeordneten Michael Klee bringt uns keinen Schritt weiter“, sagte Ehrenamtler Joachim Lasch.